Zitat:
Zitat von Hafu
Nach meinem Kenntnisstand sind die Veranstalterabgaben in Hessen zweifach gedeckelt, d.h. die ganz großen Veranstaltungen zahlen prozentual weniger an den Verband und zusätzlich gibt es noch eine Abgabenhöchstgrenze (d.h. konkret Frankfurt muss nie mehr als 18 000 Eur Abgaben zahlen, egal wieviele Athleten dort starten!).
In Bayern (Landesverband mit der Langdistanz mit den allermeisten Teilnehmern bundesweit) gibt es keine Deckelung der Abgaben und die Veranstalterabgaben pro Teilnehmer sind für Roth mit seinen 4000 Teilnehmern (auch für Staffeln werden Abgaben fällig, allerdings zählt eine Staffel nur als zwei Teilnehmer) genauso hoch wie für einen Dorftriathlon mit nur 100 Teilnehmern.
Das ist für mich ein fairer Interessenausgleich.
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Kann man aber auch anders sehen:
De facto sind die Abgaben in Bayern aber auch bei 20.000 € gedeckelt, wenn man davon ausgeht, dass Roth nicht noch größer werden kann

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Insgesamt sind sie in Bayern auch niedriger als in Hessen: Bei einem angenommenen Startgeld von 40 € für eine OD werden in Hessen 2,80 € und in Bayern nur 2,00 € fällig. Bei höherpreisigen Veranstaltungen wie einer MD mit 100 € sind es 5,00 € gegenüber 3,00 €. Erst ab dem 1.001 Teilnehmer gibt es in Hessen 50% Rabatt, was aber nur Frankfurt und Wiesbaden betreffen dürfte, die eh von der Deckelung begrenzt werden.
Wiesbaden mit 2.335 Teilnehmern mit ca. 200 € Startgeld müsste je 10 € für die ersten 1.000 Teilnehmer und 5 € für die restlichen Teilnehmer abdrücken. Macht 16.675 €, gedeckelt auf 15.000 €. In Bayern wären 7.005 € fällig gewesen.
Also kann man Bayern auch nicht als den Verband bezeichnen, der sich das Geld von den Veranstaltern holt. Einzig das riesige Roth muss einen Tick mehr zahlen als das riesige Frankfurt.
Ob nun die Berechnung der Abgabenhöhe nach Startgeld oder pauschal besser ist, kann man sicher nächtelang diskutieren. Eine recht teure Veranstaltung wie der Rothsee-Triathlon profitiert bei 54 € Startgeld von der bayrischen 2€-Regelung, billige Veranstaltungen mit 25 € Startgeld würden in Hessen nur 1,75 € bezahlen.
Gegenüber BW nimmt Bayern natürlich immer noch locker das doppelte

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