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Man kann beim Bundesanzeiger online die Bilanz der "TEAMChallenge GmbH" ansehen. Daraus lässt sich entnehmen, dass die ein Vermögen von über einer Millionen Euro aufweist (bereinigt um die Verbindlichkeiten). Wir können sicher unterstellen, dass sich die 3 Geschäftsführer(innen) Alice Walchshöfer, Felix Walchshöfer
und Kathrin Walchshöfer vernünftige Gehälter zahlen. Also würde ich tippen, dass die davon gut leben.
Man muss aber sehen, dass in dieser GmbH alle Lizenzeinnahmen von den anderen Challenge-Rennen enthalten sein dürften, denn diese GmbH ist Innhaberin der Wort-Bildmarke (das Challenge-Label mit dem Herz).
Es gibt aber auch noch die Challenge - racecomponents oHG
;persönlich haftende Gesellschafter sind:
Buchstaller, Friedrich, Thalmässing, *02.06.1961
Deppner, Jörg, Hilpoltstein, *15.11.1974
Leitner, Rudolf, Thalmässing, *02.09.1964
und Walchshöfer, Felix, Roth, *15.02.1980.
Was die genau vertreiben habe ich jetzt mal nicht geguckt.
Es scheint mir aber doch so zu sein, als ob die Challenge-Familie tatsächlich ein Familienunternehmen kleineren Zuschnitts ist und kein unüberschaubares Firmenkonstrukt.
Die Challenge wird daher sicher eher bemüht sein, die persönliche Note der Rennen weiterhin in den Vordergrund zu stellen. Sie vergeben Lizenzen und kaufen keine Rennen. Diese Lizenzverträge laufen nach einigen Jahren aus. Dass die örtlichen Veranstalter dann völlig frei sind, wie sie ihr Rennen zukünftig gestalten ist dann normal.
Vielleicht sollte die Challenge mal überlegen, kleinere Rennen mit aufzubauen und dann örtliche Gesellschaften zu gründen, bei denen Sie mit 50 Prozent mit rein gehen. Dann könnte der örtliche Veranstalter Geschäftsführer sein. Er könnte bei optimaler Gestaltung des Gesellschaftsvertrages zwar selbst seinen Job wechseln aber nicht das ganze Rennen mit nehmen. Es gibt sicher genug kleine Rennen, die man so größer machen könnte ohne gleich hundert Tausende von Euro in die Hand nehmen zu müssen. Vielleicht könnte man auch mal einen (Ehren-)Kodex entwerfen, in wie weit man örtliche Vereine mit Spenden bedenkt, damit nicht nur Helfer (aus)genutzt werden, während kommerzielle Untenehmen den Gewinn einstecken. Es ist in der Tat ungewöhnlich, dass so viele ehrenamtliche die kommerziellen Veranstaltungen unterstützen. Diese Bereitschaft sollte man nicht kaputt machen, denn unser Sport der Triathlon hebt sich gerade davon ab.
Ich finde die Diskussion übrigens sehr belebend und auch bissige Kommentare regen ja manchen zum Nachdenken an. Also, ich würde hoffen, dass sich jeder Teilnehmer von WTC-Rennen aber auch Challengerennen einmal vergegenwärtigt, dass das kein Vereinsveranstaltung ist, wie beispielsweise ein Volkslauf oder ein kleiner Triathlon auf dem Dorf. Jedenfalls könnte man das Geschäftsmodell der WTC in Deutschland mal etwas beeinflussen, wenn die ehrenamtlichen Helfer in der Masse mal NEIN sagen.
Geändert von ChrisTRIan (03.11.2013 um 21:53 Uhr).
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