Zitat:
Zitat von Läuftnix
Ich hoffe für die Threaderstellerin, dass sie wirklich einen guten Verein findet!
Da hier ja auf die elitären Vereine geschimpft wird, wollte ich mal aus der Sicht eines oft gescholtenen Vereinsfunktionärs (=Vorstandmitglied) mal was dazu sagen. Es ist auch nicht immer einfach, Anfänger und Neulinge im Verein zu integrieren. Oftmals muss man ja auch den Vereinsbetrieb aufrecht erhalten, bei dem es ja nur zu oft um die wenige Schwimmfläche und die geringen Zeiten schon Konflikte gibt. Wenn ich eh schon im Durchschnitt 10 Schwimmer pro 25m pro Training habe, ist es schwer, noch zusätzliche dazu zu nehmen. Und wenn Kapazitäten da sind, muss ich auch darauf achten, dass hier das Betreuungspotential da ist. Aus diesem Grund besteht beispielsweise bei uns die Grundregel, dass Kandidaten zur Aufnahme die Kraultechnik beherrschen und 400 m in 8 Minuten schwimmen sollten. Bei den Zahlen lassen wir mal Fünfe grade sein, aber das beschreibt den Zielkorridor. Allen anderen empfehle ich zunächst einen Kraulkurs bei den Bäderbetrieben.
Zu den Kosten: Außer der Infrastruktur bekommt man als normaler Verein ziemlich wenig Subventionen von staatlicher Seite. Deshalb finde ich 10-15 Euro im Monat Vereinsbeitrag nicht übermäßig hoch. Solange natürlich ein Angebot besteht, dass genutzt werden kann. Unsere Mitglieder dürfen an allen Angeboten teilnehmen, deshalb habe wir ja die obengenannten Anforderungen. Und von dem Geld bezahlen wir dann Trainer, unterstützen Trainingslager und WK-Mannschaften.
Vereine sind nun mal gemeinnützige Zusammenschlüße von Menschen, die ihren Sport gemeinsam ausführen wollen und dafür Ressourcen poolen.
Wie gesagt, viel Erfolg!
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Ja das sehe ich auch so. Allerdings sind die Subventionen erheblich. Zumindest hier in Frankfurt
Privatschwimmen 3 mal wöchentlich = 600 Euro Kosten
im Verein ca 80 Euro pro Jahr (3-4 Termine pro Woche)
Wenn die Stadt die Subventionen im Schwimmbereich so extrem zusammenstreicht das man als Privatkunde bei Schwimmbadbesuchen so viel zahlen muss , dann ist doch das Gleichheitsprinzip nicht mehr gewährleistet.
Deswegen stehe ich auf dem Standpunkt sollte man Subventionen in dem Bereich zu 100% abschaffen, da sie eh nur noch Einzelnen zu Gute kommen, aber von Allen über Steuern mitfinanziert werden.
Hört sich hart an, aber wenn wir dann Alle 100-200 Euro mehr Netto in der Lohntüte haben, dann können wir die 600 Euro im jahr auch aus eigener Tasche zahlen und müssen beim Staat nicht um "Almosen" betteln