Zitat:
Zitat von Hunki
Dann hätte man dort anfangen müssen, wo die Spiele für so ein Land vergeben wurden... nicht jetzt, wo es schon bald soweit ist.
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Das meine ich ja: Sport ist nicht unpolitisch und wird es leider auch nie sein, weil die Politik den Sport instrumentalisiert. Das war z.B. 1936 bei den Spielen so, in den 80er Jahren als der kalte Krieg im Sport fortgesetzt wurde und auch in Peking wollte sich das Regime entsprechend darstellen. Russland, und Katar haben die Spiele bzw. die Fußball-WM sicher auch nicht nur aus reiner Liebe zum Sport in ihr Land geholt.
Andererseits muss man sich sicher fragen, warum die Verbände die Veranstaltungen in Länder vergeben und sich damit instrumentalisieren lassen. Da setzt der grundsätzliche Fehler an. Sich darauf rausreden, dass Sport unpolitisch ist und damit die gesellschaftliche Lage in dem jeweiligen Land ignorieren. Der schöne Spruch vom völkerverbindenen Sport und das ganze Gerede, was das Volk von der Sportveranstaltung hat ist doch alles dummes Gerede, um zu kaschieren, dass man gerne mit den jeweiligen Despoten am Tisch sitzt und sich von diesem hoffieren lässt.
Nur, dann darf man nicht nur der jeweiligen Regierung die Möglichkeit geben, sich darzustellen, sondenr auch anderen Interessengruppen.
Matthias