Zitat:
Zitat von dickermichel
Hängt vom Anspruch ab:
Ich wollte diese Saison noch einmal richtig angreifen, darum schon im Februar das erste TL mit einem zweiten GEPLANTEN TL im April - und die Verletzung Mitte März hat mich de facto drei bis vier Monate gekostet.
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Akzeptiert, du kannst keine Bestleistung erwarten in dieser Saison, derartige Wünsch bzw. Ansprüche kannst du in die Tonne treten. Das hatte ich auch gemacht.
Ich bin nun noch nicht lange genug dabei, als dass ich dir in Fragen der Zielplanung und Motivation irgendwas erzählen könnte was du nicht selbst schon erlebt hättest, verglichen mit deiner Erfahrung bin da vielleicht eher noch ein Rookie, für den alles noch neu und aufregend ist.
Und auch habe ich mich noch nie 100% fokusiert vorbereitet und glaube dass das ein anderes Licht auf die Dinge werfen würde.
Dennoch hier mein momentaner Standpunkt:
Bei mir war auf jeden Fall der Ehrgeiz nach der Verletzung da es überhaupt schadlos zu schaffen. Es motiviert mich also immer noch der "Dabei sein" - Gedanke, da bin ich halt Herdentier und weniger Leithammel.
Ich habe den Wunsch es eines Tages mal nach Hawaii zu schaffen, und hierzu benötige ich eine Top- Vorbereitung in welcher
nichts, aber auch gar nichts schief gehen darf und obendrein noch einen guten Tag an dem ich Top-Leistung in allen drei Disziplinen abrufen kann und - aims wird es wissen: noch etwas mehr.
Auf dieses Jahr werde ich geduldig "warten", will sagen ich werde wie letztes Jahr im Winter loslegen und schaun was ich verbessern kann und ob ich mit dem Training, Beruf usw.. gut hinkomme und ich werde weiter ausloten was meine fragile Maschinerie alles aushält.
Und klappt es nächstes Jahr nicht, so möchte ich es im folgenden Jahr versuchen....
Dieses Jahr hab ich die Gewissheit, dass ich es in einer Disziplin "drauf" habe, fehlen halt nur

noch drei weitere : fressen, laufen und schwimmen.
Letztendlich bin ich mir aber nicht mal sicher ob Hawaii mein Hauptantrieb ist.
Im Grunde kenne ich meine wirklichen Ziele nicht, ist es einfach nur der Wunsch nach mehr ?
Besser (also schneller) oder so ein Gefühl des "Flows" zu erreichen ?
Jedenfalls ist der Wunsch nach einer Bestleistung irgendwann mal nicht mehr sinnvoll man wird ja nicht jünger. Das stört mich aber nicht.
Für Top-Athleten soll ja Blocktraining unabdingbar sein, was plausibel ist u.a, weil die einfach an ihrer Regenerationskapazitätzgrenze sind und einfach nicht alles gleichzeitig trainieren könnnen ohne zu stagnieren.
Ein Verletzung bietet für mich zukünftig immer eine willkommene Gelegenheit für Blockbildung.
Zitat:
Doch das größte Problem - zumindest, wenn man eine LD auf individuellem Topniveau plant - ist der Kopf:
Kurz nach der Verletzung fiel ich in das erste Motivationsloch, welches ich noch ganz gut durch die Reha überbrücken konnte.
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Das kann ich verstehen. Ich hatte für kurz auch ein Motivationsloch, gerade als ich in der Reha Rückschritte machte.
Ich konnte mich aber mit dem Gedanken auf eine gute Radzeit und anschließendem DNF weiter motivieren und später kam noch die Aussicht auf ein Finish hinzu.
Letztendlich ist ja ein Finish sehr leicht zu schaffen, wenn man gesund ist und gut trainiert hat.
Für mich war es plötzlich ein ehrgeiziges Ziel.
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Doch im Mai/Juni kam das zweite Motivationsloch und das war nicht mehr zu stopfen: Das Sprunggelenk tat immer noch weh
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Vielleicht wäre das die Gelegenheit gewesen dich neu zu orientieren. Plan B auspacken oder eben erfinden.
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(tut es auch heute noch nach dem Laufen) und die Bereitschaft "durch den Schmerz" zu laufen (obwohl die Ärzte aus medizinischer Sicht grünes Licht gaben) war nicht mehr da - vor allem auch, da mir nun das große Ziel fehlte.
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Wenn man die Fähigkeit besitzt sich große Ziele zu setzen und damit schließe ich auch ein sie dann auch zu verfolgen - sonst sind es ja nur fromme Wünsche- dann ist es ab einem gewissen Grad vielleicht einfach nicht möglich sich schnell ohne lange Schmerzen, oder tiefes Loch - wie immer man es nennt- sich neu zu orientieren. Vielleicht dauert das halt einfach eine Saison.
Hoffe du kriegst das bald geregelt.
Zitat:
Da gebe ich Dir aus zwei Gründen recht:
Zum einen fährt man im Verhältnis dann doch nicht so viel mehr Rad, denn die drei bis vier Stunden Laufanteil pro Woche sind im Radtrainingsbereich nicht die Welt....
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Ja aber vergiss nicht die Regeneration.
3 Laufstunden kosten vielleicht so viel Regeneration wie 6 Radstunden ?
Wenn du also gar nicht läufst und auch nicht mehr Rad fährst, dann verbesserst du dich vielleicht dennoch auf dem Rad (z.B. dann wenn du sowieso zu viel Radtraining machen sollest)
Michel lass uns das Jahr gut zu Ende bestreiten und gleichzeitig ein wenig schon an 2014 denken;
2014 wird unser Jahr !
Ciao,
Thomas