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[quote=schoppenhauer;891457]gefällt
Das Zitat daraus spricht mich auch an
"Laufen ist gefährlich - Atmen aber auch
Millionen Menschen kennen die Vorzüge einigermaßen regelmäßiger Bewegung, eigentlich jeder, der häufiger als dreimal nacheinander gelaufen ist. Ja, Laufen ist gefährlich, so wie Atmen auch: Wespe verschluckt, Stich in den Hals, ersticken, tot. Kann alles passieren. Muss aber nicht. Und wenn, dann ist es Schicksal.
Sind die Todesfälle beim Marathon ein Grund, mit dem Laufen aufzuhören? Oder weniger Kilometer zu schrubben? Oder wenigstens langsamer? Oder stur auf die Pulsuhr zu starren, um ja nicht das computergenau ausgemessene Nichtschwimmerbecken des Lebens zu verlassen? Niemals. Es ist befreiend, bis zur Kotzgrenze zu rennen. Es ist eine herrliche Chiffre für Leben, wenn das Herz ordentlich wummert. Bedächtiges Zen-Laufen mit total bewusstem Atmen mag auch eine schöne Sache sein, aber das Einholen, Überholen, Abhängen dieses Heinis da vorn, 300 Meter entfernt, befriedigt manchmal eben noch intensiver. Oder zwingt mal wieder zu Demut, wenn der Kerl anzieht und dranbleibt und im Fotofinish gewinnt in einem Rennen, das niemanden interessiert außer den beiden, die es sich geliefert haben. Respekt, Sportsfreund, denkt sich der Unterlegene."
Wenn man das noch etwas erweitert so nach dem Motto: Obiges in Verbindung mit einem vernüftigen "In-Sich-Rein-Horchen" und einem "gesunden" Ehrgeiz passt es noch besser
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