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ich glaube der deutsche Handball ist zZ in der Entwicklung, wo der deutsche Fußball in den späten 90ern war.
NUr halt mit viel weniger Geld um einen Strukturwandel schnell, zielorientiert und effektiv durchzuführen.
Hier ist das große Problem dass Verband und Liga leistungstechnisch und im Anspruch sehr weit auseinanderklaffen. Verband möchte eine NM die um Titel spielt. Dazu ist aber eine passende Struktur und Ausbildung in den Vereinen mit großen Spielanteilen auch für Nachwuchstalente auch im internationalen Wettbewerb. Die Liga möchte, dass seine TopVereine in Europa oben mitspielen und hier vertraut man lieber auf voll ausgebildete Profis mit Erfahrung egal welcher Nationalität und da bleiben die deutschen Talente halt auf der Bank, gerade wenn es wichtig wird.
In letzter Zeit ist es doch oft zu beobachten, dass die NM gut bzw erfolgreich spielt wenns läuft, doch auch ganz schnell in Schockstarre verfällt, wenn es nicht läuft. Dies ist denke ich darauf zurückzuführen, dass in der Liga die Schlüsselpositionen gerade bei den international spielenden Vereinen durch Ausländer wie zB Jicha besetzt werden, und diese dann in den entscheidenden Situationen die Würfe bekommen und nehmen. Das kann man von einem jungen Spieler kaum erwarten, denn woher soll er denn das slebstvertrauen nehmen, wenn er im Liga oder Pokalbetrieb bei seiner Vereinsmannschaft in solchen Situationen immer durch den erfahrenen "Ausländer" oder altgedienten ersetzt wird?
Solange hier nicht auch wie es in Wetzlar passiert konsequent auf Jugend und deren Ausbildung gesetzt wird und sich diese Vereine dann auch mal international Erfahrung holen, wird die NM nicht mehr beständig oben mitspielen.
Im Fußball wars doch ähnlich. Entweder hat akute Finanznot (BVB) oder ein exzentrischer Trainer (Klinsmann / van Gaal) einen erfolgreichen Verein dazu gezwungen auf Jugend zu setzen und der deutsche Fußball steht international sehr gut dar.
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Auf dem Weg vom “steifen Stück” zum geschmeidigen Leopard
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