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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Mit dem Paleo-Lifestyle zu neuen Höchstleistungen (Teil 3)
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Alt 08.02.2013, 18:54   #1342
pinkpoison
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von TheRunningNerd Beitrag anzeigen
Rich Roll gibt's nebenbei auch, sollten Studien mit der Fallzahl n=1 jetzt doch relevant sein. Wobei ich Frutarierer auch für etwas schräg halte - aber nicht für schräger als Paleotiker. Sind halt beides Ideologien, driftet beides leicht ins Extreme ab. Und Extreme sind selten gut.
Hast sein Buch gelesen? Wenn man sich all die in der veganen Nahrung fehlenden Nährstoffe auf künstlicher Basis reinhaut, kann es durchaus hinhauen. Aber für mich ist gerade das der Beleg dafür, dass es sich dabei nicht um eine artgerechte natürliche Ernährung handelt, für die wir von der Evolution geschaffen wurden. Für Kühe ja - nicht für den Menschen.

Gibt übrigens auch ein recht gutes anderes Buch eines veganen Triathleten und Läufers namens Brandon Brazier ("Thrive"). Der vertritt sogar den ein oder anderen vernünftigen Ansatz, der dem Paleo-Spektrum entnommen sein könnte:
Zitat:
Do you avoid any foods that aren’t animal-derived?
"White flour, any kind of flour really. Any kind of isolates, soy, whey isolates. Anything that’s highly processed and oils that are processed. Refined carbs."
Wo sind die hochqualitativen Studien, die nachweisen, dass man ohne Supplementierung ausreichend an Omega-3-FS (insbesondere DHA), B6, B12, Zink, Eisen und Jod bekommt sowie ausreichend von den Aminosäuren Lysin, Methionin, Taurin und Carnitin zur Verfügung hat, wenn man sich vegan ernährt?

Statt diesen Fragen endlich wissenschaftlich seriös auf den Grund zu gehen werden halbgare Märchen verbreitet, wonach zb Leinöl völlig ausreichend wäre, um genügend Omega-3-FS zur Verfügung zu haben, während sich der durchschnittliche Veganer mit Getreiden, Nüssen&Samen und daraus gewonnenen Ölen eine Omega-6-Dosis reinpfeift, die er nie und nimmer mit pflanzlichen Omega-3's ausgleichen kann und so seinen Eicosanoidhaushalt in permanenten Low-Level-Entzündungsmodus schaltet.

Auch witzig find ich die Behauptung mancher Veganer, dass wir mittels unserer Darmbakterien selbst unser B12 produzieren können - bleiben aber jeglichen wissenschaftlichen Nachweis schuldig. Keine Ernährungsform hat (aufgrund des typischen Mangels an B12) so hohe Homocystein-Werte. Diese wiederum sorgen für Herz-Kreislauf-Krankheiten (Indien ist weltweit in seinen Regionen, die sich vegetarisch ernähren diesbezüglich Spitzenreiter!) und auch das Risiko von Demenzerkrankungen steigt mit dem Homocysteinspiegel, vor allem, wenn zugleich der Folat-Spiegel erhöht ist. Auch das typisch für Vegetarier: Niedrige B12-Werte und erhöhte Folat-Werte. Auch die Knochenstabilität ist bei Vegetariern geringer als bei Fleischessern (weniger Calzium und niedrigere Vitamin-D-Spiegel als Ursache und Homocystein wieder mal als Co-Faktor). Scließlich sinkt auch noch die Fruchtbarkeit bei Männern wie Frauen bei veganer Ernährung (B12 niedirg, Homocystein hoch, Zink niedrig) und Menstruationsstörungen bei Frauen sind ausgeprägt häufiger anzutreffen.

Brandon Brazier ist einer der wenigen Veganer, die sich öffentlich äußern, dass man gerade auch deswegen Getreide meiden sollte, weil der Gehalt an Phytat die Verfügbarkeit von Mineralstoffen und Spurenelementen beeinträchtigt (Gluten, Exorphine usw sieht er ebenso kritisch wie da Paleo-Lager). Leider verschließt auch er die Augen weitgehend vor den Problemen die diesbezüglich aber eben leider auch Hülsenfrüchte mit sich bringen. Lektine, Enzyminhibitoren usw. die sich entgegen der Behauptung der Veganer-Gurus eben nachweislich weder durch Einweichen, Kochen usw vollständig eliminieren lassen (ebenso wie Phytate) erwähne ich nur am Rande.
Würde man alles weglassen, was nachweislich voll mit Antinutrients ist und unserer Gesundheit auf lange Sicht abträglich, bleibt für den Veganer nicht mehr viel übrig, was er essen kann. Also lügt man sich in die Tasche und dreht sich die Fakten so hin, wie man sie braucht, um weiterhin an einem völlig unnatürlichen, da nicht artgerechten Ernährungskonzept festhalten zu können.

Steve Jobs hats weitgehend so gehalten und ernährte sich auifgrund dieser Problematik nur von Früchten - bezahlt hat er dafür mit Bauchspeicheldrüsenkrebs. Hohe Fructosezufuhr und diese Art von Krebs stehen in einem engen Zusammenhang, den kaum jemand von Rang in der Krebsforschung bestreitet.

Man kann es drehen und wenden wie man will - Veganismus ist gefährlicher Unfug und ich behaupte, dass es niemand langfristig durchhält, ohne zu bescheixxen - freilich hängt das keiner von denen, die sich selbst der Öffentlichkeit aussetzen an die große Glocke. Aber jeder hat das Recht sich selbst vom aufrichtigsten Willen beseelt, sich und die ganze Welt zu retten, zugrunde richten.

Ich empfehle das Buch der langjährigen Ex-Veganerin Lierre Keith (The Vegetarian Myth) in dem sie Punkt für Punkt von der verqueren Moral und Ethik angefangen, alle Aspekte des Vegetarismus bis hin zu den ernährungsphysiologischen Aspekten seziert und am Ende nicht mehr viel übrig bleibt, was man als substanziell am vegetarischen Weltbild bezeichnen könnte.