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Zitat von Lui
Ich kenne das halt, dass manche Deutsche gerne zu mir sagen US Englisch sei kein richtiges Englisch. Da frage ich mich immer was sie denken richtiges Englisch sei, da es in GB auch 1000 Dialekte gibt.
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Kann ich mir denken und umgekehrt, weil's halt businesslike ist.
Meine ersten nennenswerten praktischen Erfahrungen außerhalb der Schule hab ich während der Referendarzeit bei nem Anwalt in Wellington / NZ gemacht. Da lief's jedenfalls 1989 ziemlich britisch ab. Das dürfte aber auch der Veränderung unterliegen, weil die Kinder doch ne Menge vom Fernsehen übernehmen. Meine österreichische Nichte z.B. "red a g'scheids Deitsch", hat aber beim Spielen oft hochdeutsch gesprochen, halt so, wie die im Fernsehen reden, wenn die so was nachgespielt haben. Kann mir vorstellen, dass es das natürlich auch im angelsächsischen Raum mit amerikanischen Serien gibt. Jedenfalls hat der Anwalt uns - meine Frau und mich - zum "Tea" eingeladen und ich denk schon "ohhaa, Smalltalk, Bisquits und von der Teetasse abgespreizter kleiner Finger". Nöh, der hat gekocht, aber frag nicht wie, saugut, reichlich Besteck und Gläser für Wasser, Rot- und Weißwein aufm Tisch. Hat alles aufgefahren, der ist in jungen Jahren mit seiner Frau ein Jahr in Frankreich gewesen und hat von da den Sinn für Wein und Essen mitgebracht. Der hatte auch den einzigen Peugeot, den ich in Wellington gesehen habe. Hätte nicht gedacht, dass es die auch mit Rechtssteuerung gibt.
Dann die anderes Story: wir sind mit nem uralten Käfer, Rechtssteuerung, auf's Land gefahren. Gravel Road, die Asphaltstraße war schon lange zu Ende, da stand ein Anhalter, äußerlich "sehr vertrauenerweckend". Na ja, wir sind wohl in 3 Std. das einzige Auto gewesen, also haben wir ihn mitgenommen. Wie sich später herausstellte, Hummerfischer. Er saß neben mir , meine Frau hinten. So hab ich ca. 3 Worte verstanden, meine Frau gar nix. Dabei hat der gut erzählt. Zum Schluß meine er: "You wanna come in for a cupper" und zeigte auf ne heruntergekommene Baracke, vor der sein Boot (ca. 10 m) auf so ner Art Sattelschlepper lag. "No, thanks a lot, we need to go on." War ne Sackgasse und außer Seelöwen, zu denen wir wollten, gab's da nix. Er hat uns dann gebeten zu warten und kam mit nem tiefgefrorenen Hummer wieder raus. Das war dann einfach zu verstehen.