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Guten Morgen,
dass es bei uns im Rentnerbad so freundlich-friedlich zugeht, hat sicher nicht damit zu tun, dass die Brustschwimmer, Omis und Schlabbershortsträger dort so viel anders sind als bei euch, sondern dass diejenigen Schwimmer, die es besser drauf haben, nicht darauf bestehen, "ihre Bahn" zu verteidigen, sondern halt um diejenigen herum schwimmen, die langsamer, plaudernder oder weniger gerade schwimmen.
Und ja: natürlich nervt das manchmal, aber ich will später als Rentnerin auch noch schwimmen gehen können, auch wenn ich nicht will, dass meine Haare nass werden, ich meine Arme beim Rückenschwimmen nur noch in die Waagerechte bekomme oder wenn ich krumm und schief schwimme.
Meine Erfahrung ist, dass man selbst am meisten zur Verbesserung der Situation beitragen kann. Denn andere Menschen ändern klappt meistens nicht. Sich selbst ändern schon. Und oft ist es vor allem eine Kopfsache: Ich habe zu den meisten unserer Rentner und anderen Schwimm-Hemmnisse eine "Beziehung", weil ich sie seit Jahren mehrmals in der Woche sehe. Wir grüßen uns freundlich und dann pampt man sich auch im Becken nicht an.
Hilfreich finde ich allerdings auch, dass in unserem 25 m Becken meistens keine Leinen eingezogen sind, weil ich so eben gut um die Leute herum schwimmen kann. Mit Leinen ist es viel stressiger.
Viele Grüße,
J., ein Herz für Renter
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