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Bei Jedermannrennen kann man immer wieder feststellen, dass viele auch im Pulk meinen, Ideallinie fahren zu müssen. Rufe wie "Fahrlinie halten" stoßen auf völliges Unverständnis.
Es wird eben wie beim Triathlon von aussen in die Kurven reingestochen und kein Gedanke daran verschwendet, dass da vielleicht schon jemand ist, dem man quer vors Rad fährt.
Eine lustige Situation hatte ich beim Kurparkrennen in Bad Homburg. Da ist einer am Ende der Kurve im Pulk von innen nach aussen gefahren. Es gab ein wildes Gebremse und Gefluche. Und ich war am äusseren Rand des Pulks, der dann stehen bleiben musste und bin mit den Füssen in den Pedalen in schönster Zeitlupe auf den Gehweg geklatscht.
Ich habe den GP Schwarzwald geliebt, weil relativ wenige Fahrer unterwegs waren und sich das an den Steigungen sehr schnell alles aufgelöst hat. Trotzdem hat es auch da ziemlich heftige Unfälle gegeben.
Mir haben die Rennen immer Spaß gemacht, aber in diesen Pulks habe ich mich selten wohlgefühlt. Da muss man entweder vorne bei den "grossen Jungs" mitfahren oder die "Spezialisten" identifizieren und sich davon fern halten.
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