Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Jacobs Ausdauer hat ein Niveau, auf dem sich weitere Verbesserungen seiner LD-Leistung erst dann einstellen, wenn er sich in seiner Grundschnelligkeit verbessert. Also verschiebt er seine Keysessions mehr auf die intensiven Einheiten. Dafür benötigt er dann auch mal etwas mehr Regeneration. Trotzdem bleiben seine Wochenumfänge oberhalb des oben genannten kritischen Umfangs.
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Ist es tatsächlich so, dass Jacobs die Quantität zu Gunsten der Intensität verschiebt?
Unter Trainingsqualität wird ja vor allem das verstanden, was niksfiadi auch schon angedeutet hat: eine individuell sinnvolle Balance aus Be- und Entlastung. Klingt banal, ist es aber nicht, weil jeder etwas anders tickt und es deshalb selten eine passende allgemeingültige Rezeptur gibt, wie ja am Beispiel Jacobs deutlich wird. Natürlich, das versteht sich von selbst, sind gewisse Umfänge absolut erforderlich. Aber wer weiß, bis zu welchem allgemeingültigen Maß. Es gibt z.B Studien im Nachwuchsleistungssport, die belegen, dass höhere Umfänge nicht zwangsläufig korrelieren mit Erfolgen. Im Vergleich international erfolgreicher Athleten mit national erfolgreichen Athleten wurde sogar festgestellt, dass die international erfolgreichen Athleten lediglich im Kompensationsbereich höhere Umfänge machen (was andererseits auch auf mehr Intensitäten hindeuten könnte).
Ich finde, dass gerade wir von Jacobs lernen können. Aber nicht im Sinne von "der macht weniger als die anderen, also mach ich das jetzt auch", sondern Im Sinne von: "Versuch Dein individuell stimmiges Trainingsrezept zu finden, was zu Dir am besten passt und mit dem Du mit Deinen Ressourcen am schnellsten wirst". Es ist eine Aufforderung weiter zu experimentieren.
Grüße,
J.