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Was soll ich zu diesem Bericht nun sagen? Sportlich na ja, aber kulturell ist das schon enttäuschend. Du sagst es ja selber: schlecht vorbereitet und daher nichts besonderes. Wieso, glaubst Du, zahlen so viele Leute 82 € für ne Kurzdistanz? Weil die Hamburger alle so viel Kohle haben? Nein, weil das einfach eine absolute Traumstrecke ist, Postkartenhamburg in allen drei Disziplinen. Klar, nicht Bestzeitenfähig, aber einfach ein Luxusstadtrundschwimmen/fahren/laufen. Um das richtig genießen zu können, muss man sich vorher ein bisschen damit beschäftigen. Da ist viel mehr als die Landungsbrücken! Schon beim Schwimmen: Lombardsbrücke, Kennedybrücke, der Blick auf das Atlantic (hier lag Teri Hatcher tot in der Suite von James Bond!), Rathausmarkt. Dann mit dem Bike an Speicherstadt und Hafencity vorbei über die Helgoländer Allee zur Reeperbahn, Palmallie und Elbchaussee rauf und runter. Und dann noch Laufen an Binnen- und Außenalster: wenn nicht gerade Wettkampf ist, ist das eine der beliebtesten Joggingstrecken Deutschlands. Und warum wohl? Sie ist sogar vermessen und beschildert sowie nachts beleuchtet. Da gibt es auch noch viel mehr interessante Orte außer dem US-Konsulat. Nein nein, Icey, es tut mir leid, aber da muss man einfach anders rangehen, dann nimmt man auch ganz was anderes mit. Ich bin als geborener und gebürtiger Hamburger sicher nicht neutral (und stolz drauf), aber was bleibt ist einfach, wie Du ja selbst schriebst: schlecht vorbereitet und daher nichts besonderes. Machs nochmal, wirf vorher einen Blick in den Reiseführer und die 82 € fühlen sich ganz anders an.
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