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Einer gegen den Rest der Republik?
Liebe Foris,
mit dem bayrischen Präsidenten ist es ist ein wenig so wie in dem Witz über den falsch fahrenden Autofahrer, der im Radio die Verkehrsdurchsage mit dem Geisterfahrer auf seiner Autobahn kommentiert: "EIN Geisterfahren?! Hunderte!!!"
Vorab eines: Nicht nur euch nervt dieses hin- und her, diese ewige Fehde, es nervt auch schon lange die anderen LVs und Verantwortlichen!
Schlichtungsversuche
Es gab sie immer wieder, ganz offen und ganz ehrlich, über viele Kanäle, zuletzt auch in einer gemeinsamen Sitzung aller LVs inkl. Bayern am 31. Mai 2012. Hier bauten alle gemeinsam Brücken, die zu gehen recht einfach gewesen wäre. Der Herr Pfaff wollte jedoch wohl nicht ... Die anderen Versuche über den DOSB, Herrn Bach, etc. möchte ich hier nur kurz erwähnen.
Erhöhte Gebühren?
Immer wieder führt Peter Pfaff eine "exorbitante, ungerechtfertigte Gebührenerhöhung" als Grund für die Ablehnung an. Nur: Genau an diesem Gebührenmodell hat Peter Pfaff, gemeinsam mit Vertretern auch aus dem professionellen Ausrichterbereich und den damaligen Verantwortlichen der DTU (Rechtsanwaltsduo aus München) gearbeitet - es ist auch "sein" Modell, welches er nun ablehnt! Der Hintergrund für das neue Gebührenmodell war der ständige Druck professioneller Großausrichter, hier wurde dann ja auch gemeinsam mit allen LVs ein Modell 2012 beschlossen.
Fehlende Demokratie?
Bayern, namentlich Herr Peter Pfaff, war in alle Modernisierungsprozesse der Vergangenheit mit allen Rechten eingebunden, zu jederzeit. Er saß in der "Gebührenkommission" der DTU (in dieser saßen nur wenige aus anderen LVs! Es war also schon auch ein Privileg Bayerns...)gemeinsam mit dem Duo aus München, die nun die anwaltliche Beratung des BTV übernehmen. Er hatte volles Stimmrecht innerhalb der DTU, sogar für alle von ihm selbst an die DTU gemeldeten (!)11.722 Mitglieder! Warum Peter Pfaff die vorletzte Mitgestaltungsmöglichkeit am Vorabend des über die Präsidentschaftswahl, die neue Satzung, die neue Gebührenordnung entscheidenen außerordentlichen Verbanstag- und Verbandsrat nicht gemeinsam mit den Präsidenten und der DTU in offizieller Runde der Landesverbände nicht nutzte, war vielen schleierhaft. Alle LVs saßen gemeinsam in einer mehrstündigen Sitzung zusammen, um letzte, auch kritische Fragen zu stellen und Dinge zu regeln - Peter Pfaff war der einzige, der fehlte! Er saß ein paar Räume weiter um lieber mit seiner Frau zu Abend zu essen.... Wäre ja auch o. k., wenn man sich hinterher nicht über fehlende Demokratie beschweren würde!
Mitgliederzahlen?
Ja, auch andere LVs haben Abweichungen zwischen LSB-Zahlen (Grundlage der DTU) und den Mitgliederzahlen des jeweiligen LV. In Niedersachsen sind das z. B. ca. 3.200 (LSB) zu 3.000 (TVN) - das läßt sich durch die fehelnde Melde-Ehrlichkeit einiger Vereine erklären und ist auch mit der DTU kommunizierbar.
Auch andere LVs hatten, teilweise deutlichere, Abweichungen: Diese zahlen bereits ohne Rechtsstreit und teilw. in Raten nach!
Bayern jedoch hat die eklattantesten Abweichungen, über Jahre! Das beste daran: Der BTV, namentlich Peter Pfaff, hat die dann höheren Zahlen selbst der DTU übermittelt, wollte sie dann aber später nach unten korrigieren! In Zahlen: 2011: 11.722 Mitglieder durch BTV gemeldet, dann der Versuch sie auf knapp 6.000 nach unten zu reduzieren. 2012 das gleiche: selbst 12.400 gemeldet....
Das können sich auch die anderen LVs als Ehrlichzahler nicht dauerhaft gefallen lassen.
Dazu kommen inkorrekte Abrechnungen von Großveranstaltungen und Tageslizenzen: Statt 4€ für den DTU-Anteil werden 1€ pro Tageslizenz nur abgerechnet, Ausrichterabgaben werden ebenfalls nicht satzungsgemäß abgerechnet.
Insgesamt läuft hier, dass aber nicht erst seit diesem Jahr, etwas verkehrt.
Wir haben eine solch schöne Sportart, die ist (noch) sehr erfolgreich, beliebt und befindet sich im absoluten Aufwind! Viele Landesverbände machen eine hervorragende Arbeit, auch die DTU hat sich deutlich zum Positiven entwickelt!
In eine konstruktive Richtung sollte es wieder gehen, das machen auch viele LVs gemeinsam mit der DTU - bei einem fehlt jedoch leider dieser Wille. Vielleicht liegts jedoch nur an Einzelpersonen deren Verständnis von verantwortungsvoller Ausübung der Vertretung seiner Mitglieder nicht mit dem der Allgemeinheit übereinstimmt? Ich wünsche mir eine andere Zeit, eine andere Form der Zusammenarbeit - jetzt!
Markus
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