Zitat:
Zitat von sbechtel
Ja klar kann man nicht nur über Kosten-Nutzen reden, es gar nicht zu tun, wäre genau so falsch.
Wir haben hier ein Problem, dass angegangen werden muss. Wie ist dann die zweite Frage. Ich hatte hier früher mal einen längeren Beitrag zu Krankenkassen, Anreizsystemen und Co. geschrieben, den ich bei Bedarf wieder auskrame, aber so lange hier kein Konsens herrscht, dass man das Problem des Übergewichts angehen muss, sehe ich dazu noch keinen Anlass.
Ob ich mir meinen Teil dabei denke, wenn ein Dicker an der Kasse die Kekspackung und das Nutellaglas auf das Band legt, oder an der Eisdiele den größten Becher bestellt, ist wieder ein anderes Thema. Ich denke es ist mein gutes Recht, sollen aber andere anders sehen. Ein Glück sind die Gedanken frei!
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Natürlich kannst Du Dir Deinen Teil denke - das tue ich auch. Auch bin ich der Ansicht, das Übergewicht ein Problem ist, mit dem sich die Gesellschaft beschäftigen muss, gar keine Frage!
Mir geht es nicht darum, das jeder Dicke toll finden soll, sondern ich habe einfach mit der Formulierung "verurteilen von Dicken" ein Problem. Wie ich glaube ich schon mehrfach schrieb, finde ich, man kann gerne das Verhalten eines Menschen verurteilen, wenn man z.B. völlig anderer Meinung ist, aber nicht den Menschen an sich. Mag sein dass viele das für eine furchtbar spitzfindige Sprachkritik halten, ich finde den Unterschied aber sehr sehr wichtig.
Wir vermischen hier (da nehme ich mich bewußt nicht von aus) - durch den Threadtitel verstärkt - individuelles zwischenmenschliches Erleben ("mein dicker Kumpel ist doch aber nett!") mit völlig abstrakten, gesellschaftlichen Themenkomplexen ("Adipositas als Volkskrankheit und die Folgen"), das ist so m.E. wohl problematisch.