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Alt 02.07.2012, 09:04   #31
Rhing
Szenekenner
 
Benutzerbild von Rhing
 
Registriert seit: 22.12.2006
Ort: Bonn
Beiträge: 4.813
Wenn ich im Rhein oder sonst im größeren Freiwasser schwimmen gehe, trage ich auch immer ne bunte Kappe. Nur glaubt nicht, dass das die Sichtbarkeit für Boote und Schiffe deutlich erhöht: Die haben keine Chance, uns zu sehen. Hab mit 11 zu segeln angefangen und kann das glaub ich ganz gut beurteilen. Nicht umsonst gibt es beim Mann-über-Bord-Manöver die eiserne Regel, dass 1 Person SOFORT abgestellt wird, die AUSSCHLIEßLICH den über Bord gegangenen beobachtet. Es ist für Außenstehende nicht vorstellbar, wie schnell der halbe Kopf, der über Wasser ist, zwischen Wellen und bei Wind, geschweige denn noch bei Diesigkeit oder gar Regen nicht mehr zu sehen ist. Da nutzt ein gelber oder roter Punkt (fast) gar nix. Es gibt nur nix besseres, Ballon o.ä. mal außen vor.

Deshalb schwimme ich in Badeseen auch allein, aber niemals im Rhein. Gegen den Strom quasi auf der Stelle macht mir keine Spaß, aber damit hätte ich kein Problem. Wenn wir im Rhein schwimmen, dann immer in ner Gruppe von 4-10 Leuten. Je 1 wird bestimmt, der voraus bzw. am Ende schwimmt und das haben alle zu respektieren. Und ab und zu wird gewartet. Tempotraining ist zu anderen Zeiten, hier geht's um Orientierung, Gewöhnung an Freiwasser, Test der Strömung und um Spaß, am Besten früh morgens und gemeinsames Frühstück hinterher.

Die Schiffe auf dem Rhein sehen groß aus und trotzdem sind sie so schnell zu übersehen. Was der eine nicht sieht, sieht die andere. Wenn's dann diesig ist, ist es noch schwieriger. Und die Dinger sind verdammt schnell da. Das gilt eingeschränkt auch für Talsperren, auf denengesegelt wird. Mitten auf dem See rechnet man nicht mit Schwimmern. Es gibt ja schließlich auch kaum Leute, die halbwegs ernsthaft schwimmen. Auch wenn's für Euch nicht so aussieht, da wird auch für Regatten trainiert. Die schauen, wie's auf den anderen Booten läuft, trimmen ihr Boot, probieren was aus. Das ist so, als wenn Ihr Rad fahrt, da geht Speed auch manchmal vor Sicherheit, wenn Ihr (und ich) ehrlich seid. Ich will hier nicht diskutieren, ob das richtig ist, aber so ist es. Wer z.B. den Tria in Hückeswagen kennt: Da liegt eine Regatta-Boje vor dem Überlauf und eine in der Großberghauser Bucht, d.h. dort, wo der Start an der "Zornige Ameise" ist. Klar wir da rum trainiert. Wenn Tria-Wettkampf ist, gibt's Aushänge bei den Segelklubs und die werden auch überwiegend zur Kenntnis genommen. Die "wilden Segler" allerdings sind nicht informiert, können sich aber wohl ihren Teil denken. Heißt für mich: Ich schwimme da auch allein, aber mit deutlich mehr Orientierung, d.h. öfter mal ein paar Brustzüge und nicht nur grad eben den Kopf zum Zielblick herausgehoben.
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