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Zitat von Wassertraeger_HAM
Trotzdem ein nettes Bild.
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Definitiv, ja.
Auch wenn mans dem Trumm nedd zutrauen würde, geht einiges...
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Ich durfte bei der Produktpräsentation der Pan European mal mit ansehen, wie ein Fahrer - sich des Neigungssensor sehr wohl bewusst - genüsslich die Koffer runtergeschliffen hat. Links mehr als rechts, aber das lag wohl am Kurs.
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Jou mei, der Neigungswinkelsensor macht ja nix, solang das Ding nedd bewegungslos auf der Seite liegt.
Mit der Pan hab ich auch einige hübsche tausend Kilometer abgespult, sponsored by Honda Deutschland.
Unter anderem hab ich die 100000km-Dauertest-ST zusammengesetzt.
Da kam irgendwann n Bus aus Stuttgart mit nem Rahmen-Gerippe und sieben grossen Kartons angefahren und den Inhalt kriegten wir in die Werkstatt gespuckt.
Nu wärs nedd so gewesen, dass die Freunde das Zeug nach Baugruppen geordnet eingetütet hätten, nee: alles bunt gemischt.
Zwo Wochen waren wir rein am Sortieren, und das Ding war wirklich in jedes Einzelteil zerlegt.
Irgendwie habe die es bei Honda geschafft, uns alle zu erneuernden Motorteile, also Dichtungen, Clips und Sicherungsbleche am Stück zu beschaffen, die Kurbelwellen- und Pleuellager mussten komplett neu rein, da die Farbmarkierungen nimmer zu sehen waren.
Der Rest war ein Puzzle aus mehreren tausend Teilen.
Wär alles kein Ding gewesen, aber es war Ende September und die Hütte sollte Anfang Oktober auf der IFMA glänzen.
Sonntag Mittag hatte ich den Date, das Ding in Köln abzuliefern;- die Jungs aus Offenbach haben täglich mehrmals angerufen und sassen auf glühenden Kohlen.
Mein Chef hat sie regelmässig beruhigt;- dabei lag das Ding immer noch komplett in Teilen...
Freitag mittag wurde es fertig und mir kam die ehrenvolle Aufgabe zu, es probezufahren.
Der Plan war schnell gefasst: nach Hause (50km), am nächsten Morgen wieder in die Firma, da um Eins nach Feierabend wieder auf den Hobel, ab nach Münster (420km), ne Freundin abholen, mit der wieder nach Hause (460km) und am nächsten Morgen (Sonntach) no´ Kölle am Rhing (220km).
Der Plan drohte zu scheitern.
Heim kam ich, aber morgens aufm Weg in die Firma ging das Ding 15km vorm Ziel an ner Kreuzung aus und die Batterie war platt.
Die Zeit war für Händis noch nicht reif und Telefon war keins in der Nähe, also warten, bis der Stromspender wieder etwas bei Kräften war und die letzten Meter gutgemacht.
In der Werkstatt dann fieberhafte Suche, aber nach ner guten Stunde war der Fehlerteufel dingfest gemacht: eine Steckzunge im Stecker zwischen Lichtmaschine und Kabelbaum war verbogen und hatte deswegen kein Kontakt.
Die Batterie hing derweil am Ladegerät und nach Feierabend konnte der Rest des Wochenendprogramms wie geplant über die Bühne gehn.
Nur in Köln waren wir etwas zu spät, da wir ein wenig zu lang im Bett lagen und es mitm Frühstück zeitlich übertrieben hatten.
Die Freunde von Honda waren jedenfalls mit den Nerven vollkommen runter, aber ich hab keinen Ton darüber verloren, wie es derweil in mir aussah...
