Zitat:
Zitat von flaix
alles nur so kompliziert weil "Gott" immer personifiziert wird. Und weil die Naturwissenschaftler GLAUBEN das die Wissenschaft alles erklären können soll. Kann sie nicht und soll sie nicht. Alle Denkschemen in denn wir uns bewegen sind immer abhängig davon das es Raum (Wo?, Zeit (Wann, und was war vorher?) gibt. Aber es sieht ja so aus als ob es genau das eben einmal nicht gab. Also auch kein vorher und kein wo. Einfach etwas, was wir nicht verstehen. Das können wir ja auch einfach mal akzeptieren und nicht unbedingt etwas erfinden was wir als Erklärung in das Unverstandene einsetzen.
|
Die Wissenschaft hat in aller Regel verstanden, was sie erklären kann. Die Religionen haben für sich jedoch all zu lange in Anspruch genommen, Alleingültigkeit zu besitzen. In der Theorie kann man beiden Systemen seinen Platz lassen, praktisch ist es für viele Menschen jedoch sehr schwer, die Gültigkeitsbereiche nicht zu vermischen. Problematisch wird es für mich als nicht religiös geprägten Menschen immer dann, wenn sich die vertreter einer theistischen Weltanschauung anmaßen über die Gestaltung meines Lebens und das aller anderen "Ungläubigen" zu entscheiden.
Christen werden in aller Regel nicht müde zu betonen, dass Ihr/der Glaube an Gott ein Geschenk/Angebot sei. Insofern das zutreffend ist, sehe ich selbst aus einer wohlwollenden Sichweise keine Rechtfertigung für ein Mitspracherecht der Kirchenvertreter im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren. Wenn der Glaube und seine Regeln ein Angebot ssind, so muss es mir freigestellt sein nach diesen Regeln zu leben. In dem Moment, in dem aber die Glaubensgrundsätze Einzug in Gesetzgebung finden wird aus dem Angebot ein Zwang. Daher ist es umso wichtiger, dass die Verfassungen der Staaten ganz klar die Säkularisierung betonen.
Die wirkliche Weisheit der alttestamentarischen geschichte liegt meines Ermessens nach in der implizierten Aussage, dass sich der Mensch entscheiden muss. Wohl gemerkt, der Mensch! Dafür, wofür er steht. Die Inhalte sind gewissermaßen austauschbar. Fest steht jedoch: "Wer A sagt muss auch B sagen."
In genau dem Punkt ist dieses verstaubte Buch vielen neueren Wirrungen um einiges. Ansosnten ist es eine nette Abbildung menschlicher Verhaltensweisen. Das neue Testamant hat die doch recht absoluten Aussagen etwas aufgeweicht. Prinzipiell eine gute Idee, entspricht nur oft nicht der Realität.
Was bleibt ist, dass sich der Mensch entscheiden muss, welchen weg er nimmt, dass er mit den daraus folgen Konsequenzen leben muss und nicht rumheulen soll.