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Zitat von loomster
haben die meisten guten schwimmer nicht einfach zu bewegliche gelenke um laeufer zu sein? also viele schwimmer (n=8, die wie ich zum Tri gewechselt haben), die ich so kenne, die kommen mit dem fuss noch hinter den kopf, aber muessen deswegen oft auch stark gestuetzte schuhe nehmen, weil die fussgelenke halt dann auch dem stoss nix entgegensetzen. dafuer schwimmen die die 1500 aber auch im wk unter 19 min.
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Läufer, die in ihrer Kindheit nur gelaufen sind, werden immer schlechte Schwimmer sein und Schwimmer, die in ihrer Kindheit nur geschwommen sind, werden immer schlechte Läufer sein. Einfach weil sich der Körperbau ganz anders entwickelt hat und die Beweglichkeit eine andere ist. In gewissen Grenzen kann der eine das andere trainieren und noch ganz passabel werden. Das sind aber dann eher Ausnahmen. Ich kenne auch sehr viele gute Schwimmer, die miserable Läufer sind und anders herum.
Warum Schwimmen aber schlecht für andere Sportarten sein soll ist mir nicht ganz klar. Man muß hier aber unterscheiden, wieviel geschwommen wird. Wenn die Eiskunstläuferin auf einmal ins Schwimmleistungstraining einsteigt ist das sicher kontraproduktiv. Aber wenn sie nach dem Training mal ein paar Bahnen im warmen Wasser planscht kann das der Muskelentspannung nur dienlich sein. Dass man in den Tagen vor dem Wettkampf gar keinen (anderen) Sport machen sollte, außer das, was explizit zum Tapering gehört ist ja wohl klar.
Aber "Wasser in den Muskeln oder unter der Haut" oder "Spannkraft lässt nach" ist wohl eher grober Unfug. Wer mal im Training 10x25er Sprint geschwommen ist, der weiß, was Spritzigkeit bedeutet. Selbst längere Serien (10x200m) sind immer noch eher Schnellkrafttraining als Radausfahrten oder Läufe. Vergleichbar wäre höchstens Bahntraining beim Laufen. Da aber beim Schwimmen komplett andere Muskelgruppen beansprucht werden als beim Radfahren und Laufen, dürfte Schwimmtraining mbMn nur einen sehr geringen Einfluß haben.
Lange Schwimmeinheiten unterstützen die Ausdauer und die kurzen, schnellen Sachen bringen die Pumpe mal ein bisschen in Fahrt, was dem einen oder anderen Ausdauertrainierer sicher nicht schadet. Sonstige Einflüsse sind bei den für Breitensport-Triathleten üblichen Schwimmumfängen eher zu vernachlässigen denke ich.
