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Alt 28.09.2011, 14:14   #763
pinkpoison
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Jimmi Beitrag anzeigen
Ich muss jetzt mal dumm fragen, die Antwort kann auch kurz ausfallen. und bitte um Verzeichung, wenn das schon gefaht wurde:

Zum einen verdirbt frisches Fleisch sehr schnell. Also muss das entsprechende Tier quasi fast auf ex verputzt werden, damit das nicht vergammelt. Mit Feuer bekommen ich das aber eher haltbar gemacht - gut geräuchert.
Zum anderen wage ich nicht in eine frisch erlegte Gazelle zu beißen. Gut, ich habe nach einem mörderischem Radunfall lauter falsche Beißer im Oberkiefer, aber ohne Schabemesser kriegt man trotzdem rohes Fleisch meines Erachtens nicht in kaugerechte Happen geschnitten.

Also wäre der Mensch von Natur aus kein Fleischfresser, sondern konnte dies nur mit Hilfe von Feuer kultivieren? Oder nicht.

Gruß
Ganz kurz, ok:

Es wurde zunächst das gefressen, was man Raubtieren abluchsen konnte oder von deren Mahlzeit übrig blieb, weil weder denen noch den anderen Aasfressern zugänglich: Knochenmark und Hirn (beides extrem reich an Omega-3-FS). Muskelfleisch war und ist ernärhungsphysiologisch eher B-Fleisch (bis heute gebührt dem Jäger der Aufbruch, d.h. die Innereien).

Das mit dem Verderben von Fleisch solltest Du locker sehen, denn ein "gut abgehangenes" Rindfleisch ist für den Laien zumindest erschereckend alt:

Zitat:
Die Dauer der Fleischreifung hängt von der Tierart, der Fleischqualität und der Größe der Stücke ab. Bei Geflügel und Schweinefleisch beträgt sie üblicherweise bis zu drei Tage, bei Kalbfleisch bis zu einer Woche, bei Wild und Rindfleisch eineinhalb bis zweieinhalb Wochen. In Deutschland ist aber durchaus auch fünf Wochen trocken gereiftes Rindfleisch erhältlich. Der Reifungsprozess wird auch Dry-Aging genannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%...gsart%29#Dauer

Das "Reifen" von Fleisch führt zu enzymatischer Vorverdauung durch Katepsin, das im Fleisch selbst enthalten ist und die Verwesung einleitet. Es ist also sogar besser, wenn das Fleisch schon ein wenig betagter ist als zu frisch. Unsere Ahnen hatten also keinen Anlaß zur Hektik. Gefährliche Keime, wie wir sie heute im Zusammenhang mit Lebensmittelvergiftungen kennen, entwickelten sich erst im Zuge der Seßhaftwerdung für uns Menschen zur Gefahr, as man mit Tieren auf engstem Raum lebte und mutierte Viren auch auf den Menschen als Wirt übersprangen. Daher auch artgerechte Haltung beim Schlachtvieh als Nonplusultra!

Das Erhitzen von Fleisch machte es zweifellos nahrhafter, da schwer zu kauende Sehnen und ähnliche Proteinstrukturen durch Hitze gelatieren. Das Kochen in geschlossenen Gefäßen macht zudem das Fett als Energiequelle besser zugänglich, weil dies sonst ja ins Feuer tropft. Insofern hat das Kochen schon auch Vorteile, was die Energierausbeute angeht und das Kauen, wenn man schlechte Zähne hat (was unsere Altsteinzeitahnen nicht hatten - Zahnfäule kam erst mit dem Getreidekonsum auf und damit dann auch die rasch um sich greifende Vorliebe fürs Kochen!)

Kürzer gings leider nicht...
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