Zitat:
Zitat von Schwimmschädel
Kommt das dann immer schubweise bei dir oder wie läuft das ab? Welche Beschwerden tauchen dann auf???
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Tja, das ist eine lange Geschichte. Ich versuche die Kurzfassung: bisher mußte ich so grob alle zwei - drei Jahre auf Antibiotika zurückgreifen (2005, 2008, 2011), dann jeweils für einige Monate, immer wenn die Summe der Beschwerden zu lästig wird. Am akut unangenehmsten sind akute, physiologisch nicht erklärbare, teils extreme Schmerzen (meist in Muskeln, Sehnen, springend von einem Körperteil zum anderen) - diese werden durch Sport aber oft an sich besser (Ibuprofen oder Diclofenac helfen gar nicht, Tramadol eher mal, aber schon seit Jahren nicht probiert). Am schlimmsten einschränkend jedoch sind eine bleierne Erschöpfung, Druckgefühl auf dem Schädel, Hitzewallungen, Schwindelanfälle, Sehstörungen, alles meist von merkwürdig schwankenden, meist erhöhten Blutdruckwerten begleitet (mal Systole, mal Diastole mäßig überhöht). In diesem Zustand schaffe ich oft kaum Sport, bzw. der Puls bleibt im Keller, und ich bin nicht in der Lage, mehr als 50 - 70 % meiner Leistung zu aktivieren; GA1 geht meist immer. Das alles kommt und geht, aber wenn es über Monate kaum noch weggeht, helfen Antibiotika zu einem Zustand, in dem die Beschwerden über Monate/Jahre kaum auftreten.
Das Beschwerdebild bei chronisch Borreliosekranken variiert aber extrem, ich kenne auch einige, bei denen schon geringe Anstrengung zu akuter Verschlimmerung der Beschwerden führt - dagegen bin ich noch gut dran.