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Montag
Tag 29
Gewicht: so bei 74,0
10 km Wettkampf Erfurt
km Soll: 10
Zeit, nunmehr offiziell: 41:35
Kilometer Ist: 1,6 + 10 + 2
HF Ist: >90%
Durch eine leichte Bronchitis lassen wir uns nicht verschrecken. Nach 4 Platzrunden lockerem
Einhopsen geht es an den Start. Erste Runde (4 km) glatt 8 Minuten. Etwas zu flott. Nehme Tempo
raus, denn meine Lunge soll ja noch länger halten. Weitere Runden in 8:12, 8:25 und 8:26. Letzte Runde
wieder etwas mehr Gas, 8:16. Da ich Karin überrundet habe renne ich neben ihr noch 2 km aus.
Dienstag
Tag 30
Gewicht: 73,8
10 km locker
km: 10
HF Ist: ruhig
Heute gönne ich mir einen lockeren Lauf. Anstelle auf die 15km Runde zu gehen, mache ich aber
lieber zu Hause noch ein wenig Gymnastik
Mittwoch
Tag 31
Gewicht: 73,0
3 x 3000 m Tempo mit 2000m Trabpause
km Soll: 15-20, km Ist 15
HF Soll: >90%, HR ist >84%
Bei vorangegangenem Wettkampf am WE ist lt TP auch eine lockere Einheit erlaubt.WK Heißt zwar HM
aufwärts und nicht nur 10 km, aber ein wenig habe ich mich doch angestrengt und der WK war erst
vor 2 Tagen. Auch wenn das Gefühl gut ist, sollte ich das Tempo etwas heraus
nehmen. Ich fühle mich gut, also mache ich das, und beschleunige währen des Laufs einfach 3 x 14
Minuten auf recht flottes Dauertempo. Da ein Teil der Strecke glatt ist und vor allem bergab Sturzpotential
hat, nehme ich allerdings immer mal kurzfristig Tempo raus.
Bronchitis ist im Abklingen. Habe auch Alkohol für rein paar Tage wieder abgesetzt.
Donnerstag
Tag 32
Gewicht: 73,2
Pause
Freitag
Tag 33
Gewicht: 73,2
extenisver DL
km Soll: 15-20, km Ist 19
HF Soll: 65-72%, HR ist 69%
Lockerer und schöner Dauerlauf, keine besonderen Vorkomnisse
Samstag
Tag 34
Gewicht: 73,0
extensiver DL, 12 km Endbeschleunigung
km Soll: 35, km Ist 35
HF Soll: 65-85%, HF max ist = 82%
Komme relativ früh los, d.h. kurz vor 3 Uhr. Die ersten Runden werde ich im hellen laufen können. Dafür
habe ich neben zustätzlicher Regenjacke (eher ein Windstopper, dicht ist die nicht) und meiner Trink-
flache im Hüftgurt noch eine Basecap auf, mein Buffy mit und eine Stirnlampe in der Tasche.
Jeder der bisherigen 35er war anders. Mal ging es gar nicht, mal ging es erst ab km 23 besser, mal
durchgehend gut. Immerhin darf ich inzwischen schon bei km 23 loslegen. Das durchbricht die unsägliche
Monotonie diese Einheit zusehends. Meine Meinung war schon immer, daß ein Marathon erst bei km 30
losgehen sollte. Denn ab da wird es erst interessant.
Greif schreibt eindringlich, daß man auch sehr langsam loslaufen sollte, die 12 km am Ende aber komplett
durchlaufen muß. Lasse ich mir nicht zweimal schreiben. Also mache ich gemütlich. Kurz nach km 10
scheint das Rosinenbrötchen, welches ich kurz vorher noch gegessen habe, auf den Double-Beef mit
Kallapenios zu treffen den es Mittags im Vorbeigehen beim Ami gab. Explosive Mischung. Da will was raus
und ich rette mich in die Büsche.
Bei km 18 fängt es an zu Nieseln, bei km 20 dann richtig zu regnen. Es ist inzwischen stockdunkel, meine
Brille voller Wasser und die Klamotten gut durchfeuchtet und kalt. Die ersten 8 km der letzten 12 erledige ich
somit in ca. 5 min/km. Solltempo wäre bei einer Endzeit von 3:15 Stunden eine 4:37. Greif schreibt, daß es
"schon ganz toll wäre", wenn man an diese Zeit bis auf 5-10 Sekunden heran kommt. Komme ich nicht.
Aber angesichts der Umstände und meiner kalten und nassen Beine lasse ich es mal gut sein.
Die letzten 4 km Endbeschleunigung im selben Tempo bis nach Hause fallen sehr schwer. Immer mal ganz
schlechtes Wegeverhältnisse und überfrierende Nässe. Muß immer mal abbremsen und dann wieder
beschleunigen. Zur Belohnung dann abends ein echtes Weißbier.
Sonnrag
Tag 35
Gewicht: 73,4
extensiver DL
km Soll: 15-20, km Ist 10
Dafür, daß ich gestern so viel gerannt bin, geht es heute sehr gut. Zumindest fühle ich mich so. Da es
nachher ins Kino geht, erlaube ich mir, wie schon öfter vorher, die regenerative Einheit zu verkürzen.
Nur das Gewicht will irgendwie nicht runter. Aber ich weigere mich, in irgendeiner From Diät zu machen.
Das sehe ich dann doch nicht ein.
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Keine Panik!
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