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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Kraft- vor dem Ausdauertraining?
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 12.06.2011, 02:00   #23
Nemon
Ist alles so schön bunt hier!
 
Registriert seit: 28.12.2009
Beiträge: 11
Müsste bei der Beantwortung der Frage nicht deutlicher differenziert werden bei den Begriffen "Ausdauer"- bzw. "Krafttraining"?

Allein schon bei der Ausdauer gibt es unzählige Abstufungen, so auch bei der Kraft.
Darf man es so vereinfacht stehen lassen, dass die langen "Fettstoffwechsel"-Einheiten schon während der Einheit wirken, die kürzeren, intensiven, "anaeroben" vor allen Dingen aber auf die Superkompensation angewiesen sind, wenn sie effektiv sein sollen (also hier eher der Impuls, die "Ansage an den Körper" schon den Effekt nach sich zieht)?

Ich würde vor einer langen, ruhigen Einheit kein Kraft-Training machen, weil dann der "anabole" Effekt durch den folgenden "katabolen" (passen diese Begriffe in etwa so?) ad absurdum geführt wird. Anders rum aber schon, weil das Ziel der Stoffwechsel-Einheit schon erfüllt ist. Aus Zeitgründen und wegen der Motivation nach 4 - 5 Stunden Rad mache ich das aber nicht.

Man sollte nach einer intensiven Rad-Einheit nicht zuuu lange ausrollen, weil dann der Trainingseffekt wieder verwässert wird. Aber eine Krafteinheit, wenn man sie dann noch verkraftet, könnte okay sein - wie auch vor der intensiven Ausdauereinheit.

De facto mache ich es es seit Jahren so, dass ich die 2 Krafteinheiten pro Woche möglichst immer auf die Tage lege, wo keine Ausdauer-Kerneinheiten anstehen. 40 min. bis 1 h Jogging oder lockeres Spinning vor- oder nachher, da ist dann IMHO kein Problem in die eine oder andere Richtung dabei. Man muss sich halt im Klaren darüber sein, wo "Sinnlos-Training" ein solches wird, nur, weil man die persönliche Statistik an Trainingsstunden hoch halten will.

Zum Kraft-Training wurde natürlich auch noch nicht alles gesagt. Wer bekommt es schon hin, das auch noch sinnvoll zu periodisieren, wenn es sowieso eher lästig ist? Man kann pauschal bestimmt nicht sagen, dass Kraftausdauer kontraproduktiv ist für den Triathleten. Mitochondrien-Zerstörungs-Theorie-durch-Laktat-These hin oder her, man kann nicht das ganze Jahr lang Maximalkraft machen, und auch die langen Sätze mit niedrigem Gewicht haben ihren Effekt. Ich persönlich habe jahrelang mittel- bis schwer trainiert, durchgehend. Jetzt habe ich seit einigen Wochen mal die langen, sanften Krafteinheiten eingeführt - um dann allmählich wieder hochzuschrauben.
Momentan habe ich den Eindruck, dass es für das Schwimmen sehr wohl gut ist. Vorher fragte ich mich, wo die Kraft beim Schwimmen eigentlich bleibt, wenn ich so langsam bin (Technik-Defizite sind natürlich da), mittlerweile scheint mir, dass die Zug- und Druckphase viel weniger ermüdend ist als zuvor. Es geht durch das Training mit den leichten Gewichten vielleicht etwas an Spannung in der Muskulatur verloren, aber die ist bei mir eh sehr hoch (bin eher athletisch gebaut und muskulös) wohl laut Fachleuten insgesamt veranlagungsmäßig ein Sprinter-Typ. Daher kann ich es mir auch erlauben, das Beinkraft-Training abseits vom Rad eher links liegen zu lassen (...allein hiermit werden ja auch Threads gefüllt ... von Dehen/Gymnastik mal ganz zu schweigen...).

Um zu später Stunde vorerst zum Abschluss zu kommen: Ich meine, auch die Beantwortung der Ausgangsfrage kann - wie nichts auf der Welt - pauschal erfolgen. Jeder Sportler hat unterschiedliche Voraussetzungen

Am Ende sollte IMHO stehen bleiben, dass das Ganzkörper-Stabi-Training mit Schwerpunkt Rumpf unbedingt und ganzjährig zum Pflichtprogramm gehört (insbesondere vielen nicht athletisch augebildeten Triathleten oder auch Läufern, die als Neu- oder Quereinsteiger kommen und sich dann extrem belasten, sieht man an der Haltung an, das sie Thema stark vernachlässigen und rein optisch schon wehtun, auch, wenn sie vielleicht ein paar Jahre lang sehr schnell sind...).

Geändert von Nemon (12.06.2011 um 02:08 Uhr).
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