Zitat:
Zitat von Anja
Warum man nicht gleichzeitig an etwas Schuld sein kann und darüber trotzdem so verzweifelt sein kann, daß man sich das Leben nehmen möchte, verstehen halt nicht alle. Oder darf nur jemand verzweifelt sein, der an seinem Unglück nicht schuld ist und alle anderen müssen sich halt mit ihrem Leben abfinden und/oder sich bitte möglichst unaufällig umbringen.
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Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Klar kann jemand an etwas woran er selber schuld ist so verzweifelt sein dass er sich das Leben nehmen will.
Nur andererseits (auch wenn es überheblich oder arrogant klingt) kann er dafür IMHO nicht allzuviel Mitleid verlangen. Das hätte ich mit jemandem der unverschuldet diverse Schicksalsschläge verkraften muss und damit nicht zurecht kommt. Und wenn jemand hilfe braucht geht man zu Freunden, Psychater oder sucht sich anderweitig Hilfe als sich der Presse anzuvertrauen. Was erwartet er von diesem Schritt? Mitleid dafür dass er gedopt hat und damit aufgefallen ist? Das hab ich bei anderen Betrügern genausowenig.
Kenne Rasmussen nicht persönlich, aber auch mein erster Gedanke als ich das gelesen hab war "gut inszeniert". Sich selbst von der Täter in die Opferrolle bringen für etwas was er in erster Linie selber zu verantworten hat. Mag ja sein dass der Vorwurf haltlos ist, aber es wirkt schlicht und ergreifend so.
Gruß Meik