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Alt 15.02.2011, 14:46   #76
pinkpoison
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Markus8442 Beitrag anzeigen

@pinkpoison: soweit ich verstanden habe, ist in der Paläodiet der Anteil an tierischem Protein recht hoch (dieses, bzw. generell Protein, wird bei doch recht sauer verdaut, Stichwort Harnsäure??? Falls nicht bitte ich um Korrektur) d.h. für mich, durch eine Paläokonforme Ernährung verschlechtere ich meinen Säure-Basenhaushalt und Erhöhe die Wahrscheinlichkeit an Rheuma zu erkranken bzw. meine Knochenstruktur leidet auch (sehr naiv formuliert)?

Gruß
Markus
Du hast völlig recht damit, dass tierische Proteine aus magerem Fleisch, fettem Fisch und Meeresfrüchten sauer verstoffwechselt werden und somit zu einer Verschiebung des Säure-Basen-Haushaltes SBH) beitragen. Dies ist aber ebenso im Falle von Milchprodukten, Getreide, Hülsenfrüchten (zb Soja) und zuckerlastigen Industrieprodukten der Fall, die in der Paleo-Diät drastisch reduziert bis gestrichen werden, da sie wie umfangreich in meinen Essays und den Threads dazu ausgeführt, zb negative Begleitstoffe liefern und zur Entstehung der Zivilisationskrankheiten maßgeblich beitragen und zb keine Omega-3-Fette liefern (im gegensatz zu Wildfleisch und fettem Fisch).

Das Thema Harnsäure ist nur bedingt mit dem Thema Säure-Basen-Haushalt verknüpft, spielt aber natürlich auch eine wichtige Rolle bei der Enstehung von zb Gicht. Zu beachten ist aber, dass Purine nicht nur in tierischen Produkten, sondern auch ganz erheblich in Hülsenfrüchten enthalten sind.

Um den SBH im Zielbereich zu halten, sollte man - nachzulesen in Essay Teil 2 - die optische Mengenrelation von tierischen Produkten zu Obst, Salat, Gemüse auf 30:70, besser 20:80 setzen. Sollte man massive Übersäuerungsprobleme haben, dann kann man selbstverständlich auch - und da schließt sich der Kreis zu DeRosa_ITA's Beitrag - ...

Zitat:
Zitat von DeRosa_ITA Beitrag anzeigen
kann 100 % Anteil sein, kann 0 % Anteil sein, das liegt an DIR
... auf eine vegane/vegetarische Relation gehen, wobei ich dies als Dauerlösung aufgrund des Risikos von Mangelsyndromen (bestimmte B-Vitamine, Eisen, Omega-3) nicht für sinnvoll halte.

Dass die Paleo-Diät - so wie ich sie vorstelle und vertrete - eine Orgie tierischer Proteine und Fette sei, entspricht also nicht den Tatsachen. Im Gegenteil: Ich warne ausdrücklich vor einer längerfristigen Ausweitung des optischen Mengenanteils tierischer Nahrungsmittel über 30% hinaus - insbesondere wenn diese erhitzt (gekocht, gebraten, gegrillt,...) verzehrt werden! Die mengenmäßige Basis einer sinnvollen Paleo-Ernährung bilden mit Minimum 70% Anteil stets pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Salate, Nüsse und Samen sowie Sprossen und Keimlinge - und diese mit möglichst hohem Rohkostanteil verzehrt.

Was den Konsum von Fleisch - unabhängig von Paleo - und seine Verbindung zu bestimmten Krankheiten angeht, muss man zudem sehr deutlich sagen, dass es weniger das Fleisch selbst, als die Art seiner Zubereitung ist, die die Probleme hervorruft. Die gut gemeinten Warnungen vor Fleischkonsum sind also weitreichend Fehlinterpretationen der einschlägigen Studien, die lediglich "bearbeitetes Fleisch/Fisch" betreffen: Insbesondere Pökeln, Räuchern (Wurstwaren) und Erhitzen (vor allem Grillen) lassen teils erheblich gesundheitsgefährdende Stoffe entstehen, an die wir nicht angepasst sind (zb Heterocyclische Amine, Polycyclische aromatische Kohenwasserstoffe, Nitrosamine). Daher ist der rohe Verzehr von Fleisch (zb Tatar, Carpaccio), Meeresfrüchten (Austern) und Fisch (Sashimi, Sushi) die vorzuziehende Variante.
Zu diesem Thema ("Raw Paleo") arbeite ich gerade einen neuen Essay aus, der demnächst hier publiziert werden wird.

Gruß Robert
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