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Ein Namensnennung oder auch nur eine Möglichkeit zur Recherchierbarkeit, stellen nichts anderes dar, als einen Pranger.
Gerichtsverhandlungen sind öffentlich, finde ich gut. Da sollte auch drüber berichtet werden können, von mir aus auch mit Klarnamen etc..
Wenn aber nur ein Verdacht oder manchmal nicht mal das ausreicht, um einer Person über "öffentliche Meinung" die Existenz zu nehmen, ihre Familie bloßgestellt etc wird, dann ist das nicht in Ordnung bzw. eine Schweinerei.
Es werden ja nicht nut die vermeintlichen Täter bloßgestellt, sondern auch die Opfer. Kaum stirbt irgendwo ein Teenager, werden Facebook etc nach (miss-)brauchbaren Bilder durchsucht.
Es kommt teilweise sogar vor, dass falsche Bilder publiziert werden und Kinder/Jugendliche zu Opfern werden, die gar nichts damit zu tun haben außer einer zufälligen Namensgleichheit etc..
Ich vertraue dem Justizsystem einigermaßen, dem Journalismus traue ich überhaupt nicht. Da stöpseln Praktikanten, freie Mitarbeiter irgendwelche Scheiße zusammen und wenn später dagen protestiert wird, dann ist der entsprechende Mitarbeiter schon längst entlassen etc..
Wenn sich dann noch Staatsanwaltschaften und Polizei ihre drei Sekunden Ruhm haben wollen, dann ist das eine fatale Mischung.
Zum Lynchmob ist dann nicht mehr weit...
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