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Stimmt schon, nur ist es halt eine Weltmeisterschaft, und jeder, der dort mitmacht, sollte sich der besonderen Verhältnisse und Anforderungen, die an ihn dort gestellt werden, bewusst sein. Und hier kommt für mich noch der besondere Hawaii-Faktor dazu, wo ich mich gerne mit "Dramen" unterhalten lasse. Um Schadenfreude oder Freude am Leiden anderer geht's dabei aber nicht. Wenn aber ein Normann Stadler fast den Riis macht oder zwei Frauen über die Ziellinie krabbeln oder ein Herztransplantierter (?) ein paar Sekunden vor dem Schwimmcut aus dem Rennen genommen wird, dann ist das auch "gute Unterhaltung" - die für mich eben auch dadurch gut wird, dass ich mich in begrenztem Masse auch in die Situation versetzen kann. An den Gewinner kann ich mich oft nicht erinnern, aber die besonderen Episoden bleiben hängen. Der Sieg über sich selbst, und dort eben auch über die Naturgewalten. Das Ganze ohne mildernde Umstände. Wofür eigentlich Materialmotorräder...?
Aber ich mag kein Ultimate Fighting oder wie der Blödsinn heisst. Für mich ist beim wohlvorbereiteten Wahnsinn einer Langdistanz, zumal medial gut aufbereitet, erstmal Schluss, was die teilweise Selbstzerstörung zur Selbstfindung, Profilneurose, Midlife Crisis-Bewältigung oder einfach nur Spass an der Bewegung und was es sonst noch für Beweggründe gibt daran teilzunehmen, angeht.
Bis denne, Michael
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