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Zitat von FuXX
Dass das die Mechanismen des Sports seien ist eine Floskel derjenigen die keinen Ausweg mehr sehen. Die Mechanismen bestimmt die Fuehrungsriege eines Vereins selbst. Ein Finke war ~15 (?) Jahre bei Freiburg, Rehhagel aehnlich lange bei Bremen und Schaaf macht es nach. Wenn die Vereinsfuehrung davon ueberzeugt ist, dass der Trainer gute Arbeit macht, dann ist das moeglich, es sei denn die Fuehrung gibt das Faehnlein im Winde. Eberl will genau da hin und eine stabile sportliche Leitung aufbauen, das hat er nicht angedeutet, sondern klar so formuliert und eben im Vorjahr auch so umgesetzt.
Und diese Vorgehensweise hat auch grosse Vorzuege, wenn sie im Verein allen bewusst ist, da der Trainer eine deutlich staerkere Position erhaelt. Man muss natuerlich von der Arbeit des Trainers ueberzeugt sein - und das ist Eberl offensichtlich. Wie die letzte Saison zeigte auch nicht ohne Grund. Es kann nicht auf einmal alles schlecht sein, was vor 10 Tagen noch toll war. Eberl ist nicht so ein Wendehals, dass er in einer Woche von den Mechanismen des Geschaefts schwafeln wird. Wenn bis Mitte Oktober nur Niederlagen folgen, dann wird es irgendwann mal so sein, weil keine Alternativen mehr da sind -> Ausdruck von Hilflosigkeit.
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Ich würde da auch dem Boulevard Mitschuld zuschieben. In Städten wie z.B. München, Berlin, Köln oder auch Stuttgart, wo jedes Blatt sich täglich mit irgendwelchen Schlagzeilen in Szene setzten muss, wird natürlich der Trainer viel schneller nach ein paar schlechten Spielen in Frage gestellt und das Trainerkarussel dreht sich etwas schneller. Ich stelle mir das als Manager da auch schwierig vor, wenn viele Gazetten viel zu schnell den Kopf des Trainers fordern und so natürlich auch Anhänger angestachelt werden und negative STimmung entsteht. Da herrscht vermutlich in Freiburg, Bremen und auch Gladbach etwas mehr Ruhe von außen (meine Vermutung) und man gibt den Trainern zu Recht länger das Vertrauen. Und man sieht ja in vielen Fällen auch, dass es durchaus gerechtfertigt ist, den Trainern zu vertrauen.