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Alt 07.07.2010, 18:47   #1272
Bandito
Ist alles so schön bunt hier!
 
Registriert seit: 08.02.2007
Beiträge: 49
Hier auch ein kurzer Bericht von einem passiven Fori:

Für mich war der IMEU 2010 die mittlerweile die 4. LD nach 2x FFM und letztes Jahr zürich.

Nach einer ruhigen Nacht bin ich sehr entspannt am Langener Waldsee mit dem Bus angekommen. Ich fühlte mich ausgeruht und richtig gut. Da habe ich bei den anderen LDs mich beim Start schon wesentlich schlechter gefühlt.
Erstaunt war ich über meine prominente Nachbarschaft, neben mir der AK40-Sieger vom letzten und diesem Jahr (jaja er ist verletzungstechnisch im Trainingsrückstand...) und gegenüber Arne.
Aber im Trubel der Startvorbereitung konnte ich mich erst am Strand als passiver Fori und Trainingsplannutzer outen.
Schwimmen:
Ehrlich gesagt habe ich den Luxus genossen, in der ersten Stargruppe gewesen zu sein. Eigentlich keine Probleme mit irgendwelchen Nahkämpfen und hab immer wieder Wasserschatten gehabt.
Bin fast entspannt aus dem Wasser gekommen.
MIt knapp 1:08h sogar schneller als letztes Jahr in Zürich (mit Neo) , wobei ich glaube, dass die Streckenlängen nicht immer stimmen. Aber es muss ja jeder die gleiche Strecke schwimmen, also istd as auch egal.
T1:
Hat mich dann doch gewundert, dass ich fast zeitgleich mit Arne aus dem Wasser gestiegen bin. Aber Arne trainiert Schwimmen wohl nie, ich dagegen 3mal die Woche...
Rad:
Versucht ruhig loszufahren, Arne hat mich dann in Frankfurt überholt. Insgesamt war es in der ersten Gruppe für mich ein sehr faires Fahren, nur ein Spanier hat etwas genervt, da er sich nicht an's Rechtsfahrgebot gehalten hat.
Auch habe ich sehr häufig KaRi gesehen. Nur bei einzelnen schnellen Radgruppen, die von hinten kammen, habe ich die Vermutung, dass der Abstand nicht gepasst hat. So standen dann auch kurz vor Bad Vilbel 4 Jungs einträchtig am Penalty Zelt...
Insgesamt dachte ich, dass Pacing und Ernährung ganz gut hinbekommen zu haben, aber die Rechnung sollte mir dann beim Laufen noch präsentiert werden.
Die Zeit von 5:14h war auch ok.
T2:
Erstmal habe ich eines der blauen Häuschen aufgesucht und damit die Helfer etwas durcheinandergebracht. Hat dann etwas länger gedauert wieder den Wechselbeutel rauszusuchen, aber auf die paar Sekunden sollte es dann nicht mehr ankommen.
Laufen:
Wie letztes Jahr fühlten sich die ersten beiden Kilometer sehr schwer an. Bei km 3 konnte ich dann doch mein angestrebtes Renntempo für die ersten beiden Runden laufen.
Aber irgendwie habe ich da schon gemerkt, dass die Beine leer waren. Diesmal musste ich mich antreiben, das Tempo zu halten, bei meinen anderen LD musste ich mich immer bremsen.
Trotz verdammt schlechtem Gefühl habe ich die erste Runde noch im Renntempo laufen können und dabei versucht alles an Iso / Cola / Wasser mitzunehmen, was ich runterbringen konnte.
Die erhoffte Erholung blieb leider auch aus, und damit ab Runde 2 der "Niedergang" mit immer längeren Gehpausen an und nach den Verpflegungsständen.
Nachdem ich bei den letzten LD immer beim Laufen überholt habe, so war das für mich ein neues Gefühl, andauernd überholt zu werden.
Mental war das eine ganz neue Herausforderung, so dass ich in Runde 3 kurz davor war auszusteigen.
Zum Glück ging es dann in der letzten Runde wieder etwas aufwärts.
Das klingt jetzt sehr gemein, aber als ich dann noch Arne überholt habe, gab mir das doch einen kleinen Schub, da ich gesehen habe, dass auch andere, sehr erfahrene Teilnehmr, ihre Probleme hatten.
Ich hab dann erst im Athletes Garden von den Materialproblemen von Arne erfahren, das ist wirklich Mist.
Zieleinlauf: Wieder super, kein Vergleich mit Zürich!
Endzeit 10:32 Uhr (die langsamte LD bisher, aber dafür mir 185km Rad)

Fazit:
Im direkten Vergleich zu Zürich gewinnt für mich eindeutig Frankfurt. Die Orga ist besser, das Publikum feuert mehr an, die Laufstrecke ist schöner und auch die Radstrecke in Zürich ist durch die Strecken am See zu Drafting-anfällig.
Da ist das, was in Frankfurt vorkommt immer noch "Kinderfasching".
Nur das Schwimmen ist im Zürichsee einfach schöner.
Insgesamt hatte ich aber das Gefühl, dass dieses Jahr weniger Zuschauer da waren, als 2007 oder 2008. Die 500.000 laut Presse kann ich nicht nachvollziehen.
Persönlich habe ich auch ein wichtige Lektion erteilt bekommen, nachdem ich bei den ersten beiden Langdistanzen das Radfahren sehr defensiv angegangen bin und letztes Jahr in Zürch vom Drafting am See profitiert habe (siehe auch mein Bericht zum IM Zürich), bin ich dieses Jahr mal die Radstrecke "ambitioniert" gefahren.
Die Erfahrung, was passiert, wenn man auf der Radstrecke nur ein bischen überzieht, war dann beim Laufen sehr deutlich.

Und obwohl ich direkt nach dem Ziel nie wieder eine LD machen wollte, so juckt es doch wieder in den Fingern.... Gerade weil es nicht optimal gelaufen ist.
Aber für vielleicht sollte ich mal ein Jahr LD-Pause machen. Das tut dem Kopf vielleicht ganz gut.


@Arne: Ich hoffe, Du hast meine Bemerkung zu Deinen Trainingsplänen nicht ernst genommen! Ohne die wäre ich nie soweit gekommen! Dafür nochmals Danke für Deine tolle Arbeit.

Kai
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