...und rein in WZ 2. Die Helfer bei der Radabnahme waren etwas im Streß bei dem Ansturm . Die Armen, die hatten bestimmt gut zu tun, bis sie den ganzen Radberg, der am Zaun lehnte, abgearbeitet hatten.
Ich dagegen war hauptsächlich damit beschäftigt, mir auf der Schlaglochwiese auf dem Weg zum Wechselbeutel nicht die Füße zu brechen.
Laufbeutel ausgeschüttelt und nebenher die Wechselzone nach einem Dixie gescannt. Keines gesehen. Ich spürte leichte Panik in mir aufsteigen, da ich seit der Hälfte der Radstrecke mußte und es jetzt WIRKLICH dringend wurde. Also die Helferinnnen gefragt: außerhalb des Stadions würde es eines geben. Erleichterung, ich also losgerannt und gedacht: die 50 m schaffst Du noch..
Raus aus dem Stadion und kein Dixie gesehen. Dann ist mir eigefallen, dass es letztes Jahr einen Klowagen gab. Der steht aber gute 500m in die falsche Laufrichtung! Neeeeiiiiiiiinnnn!
Ich also notgedrungen losgerannt und direkt wieder meine schweren Beine gespürt. Der erste Kilometer war deutlich zu flott, eben weil ich auf Klosuche war und gleichzeitig noch von einer schnellen Männergruppe überholt wurde. Kaum im Kurpark war der nächste Busch meiner. Mann, war ich erleichtert!
Während ich für kleine Königstigerinnen war, habe ich mir überlegt, was ich mache.
Eigentlich wollte ich ursprünglich die 21 km voll laufen.
Da im Gebüsch habe ich mich aber entschlossen, auf den Coach und den Schleifer zu hören und diese MD wirklich als training für Frankfurt zu sehen. Also hab ich rausgenommen und habe versucht locker - und so gut das bei der Hitze ging - entspannt zu laufen. Nach der 1.Runde waren die Beine auch nicht mehr so schwer. Ich hab zwar immer mal wieder auf die Pace geschaut, aber aufgrund der Anstiege und dem Gefälle, war das total uneinheitlich. Also wirklich nur nach Gefühl immer so gelaufen, dass ich nicht am Anschlag war. An allen Verpflegungsstellen bin ich gegangen, so wie mir das der Coach geraten hat.
Leider gings auch auf der Laufstrecke einigen richtig schlecht. Letztes Jahr habe ich nicht so viele Leute

sehen und ein paar hats auch richtig flach gelegt. Insofern war es für mich die richtige Entscheidung, ein wenig rauszunehmen.
Meine Zeiten sind auch relativ konstant über die Runden (Die letzte Runde ist durch den Weg ins Ziel etwas länger) - ich kann mich also auf mein Körpergefühl verlassen. Prima!
Es ist auch mal schön, einen Wettkampf nicht am absoluten Limit und mit Würgereiz beim Zieleinlauf zu beenden
Im Gegensatz zum letzten Jahr ging es mir dieses Mal auch so gut, dass ich auch im Kraichgau endlich mal den Kuchen im Ziel genießen konnte
Dazu noch ein nettes Schwätzchen mit den anderen Foris und dann nix wie raus aus den klitschnassen Klamotten.