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Zitat von topre
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Das ist ein Thema, was ich als sehr sehr wichtig betrachte - zumindest seit letzter Woche. Mein Umfeld (Freunde, Kollegen, Familie) kennen mein Ziel, doch sie interessieren sich nicht wirklich so extrem dafür. Ganz wenige Freunde und zwei Kollegen sind von dem Vorhaben äußerst angetan und ein Kollege hat das gleiche Ziel. Und da kommen wir zum Problem. Im engen Freundeskreis mehren sich die Stimmen, dass ich mich sehr verändert habe und das nicht zum Vorteil. Ich gehe kaum noch mit ihnen weg, und ich melde mich immer seltener bei ihnen - das erzeugt Unmut. Und wie ich nun begriffen habe - völlig zu Recht! Eine Freundin hat das mal beschrieben - was rauskam, war die Beschreibung eines egozentrischen Arschlochs!!! Und das hat mir so gar nichts zu tun!
Ich habe ein Problem mit meinem persönlichen Zeitmanagement. Arbeit (oft weit über 50h und dazu oft auswärts) und Training 8momentan ca. 7-8h) - das sind bestimmenden Faktoren in meinem Leben geworden und alles andere (angenehm (Freunde, Weggehen, Familie) wie unangenehm (Haushalt etc.)) rückt in den Hintergrund. Außer meine Auszeiten vor dem PC am Abend - oft habe ich das Gefühl, ich brauche das. Das muss sich alles ändern und das wird fast schwerer, als das reine Training. Ich bin mir - wie gesagt - dessen Spagat nun sehr bewusst geworden... Das geht bis dahin, dass ich mein Ziel in Frage stelle - nicht für dieses Jahr aber in Zukunft...
Seelisch bin ich in jedem Falle durch das Training ausgeglichener geworden!
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Da hast du wohl recht... das ist in der Tat ein sehr heikles Thema. Ich habe hin und wieder auch durchaus Probleme mit meiner Freundin deswegen. Natürlich plane ich meinen Sport deutlich mehr ein, als Badezimmer putzen oder Staubsaugen... soll heißen, das wir als erstes gestrichen, falls Zeitprobleme auftauchen. Dies hat natürlich in den Meisten fällen einen handfesten Streit zur Folge. Diesen Spagat zu machen ist nicht immer leicht! Aber ich habe auch positive Sachen durch das viele Training erfahren. Gut, klar mein Körper verändert sich und ich nehm ab! Aber auch andere Sachen, wie zb. persönliches Zeitmanagement. Wie du schon sagst, das ist eines der größten Probleme... inziwschen habe ich aber nach einigen Versuchphasen einen Trainingsplan mit Traininsgzeiten basteln können, der sich gut in den täglichen Ablauf integrieren läßt.
Was habe ich noch gelernt?? Ja, schlechte Laune, bedingt durch zu viel Training...hat etwas gedauert, bis ich raus bekam, wo das herkam...und dann wohl die entscheidenste Sache überhaupt... ich habe die Sucht des Rauchens wohl nun in eine Art "Sportsucht" umgewandelt... klingt vielleicht jetzt durchaus bekloppt, wenn nen >100kg schwerer Kerl irgendwas von Sportsüchtig schreibt, aber ich habe echt das Gefühl, das der Sport für mich echt zu einem ganz elementaren Punkt in meinem Leben geworden ist, wo ich weder drauf verzichten will, noch (wahrscheinlich) kann... Positiv muss ich noch hervorheben, dass meine Auffassung von Ernährung und Nahrungsmitteln sich grundlegend geändert haben. Früher war Essen für mich einfach nur zum Sattwerden und lecker schmecken musste es. Heute sehe ich Essen eher als quasi Tanken an und mache mir schon gedanken, was in den Tank kommt...