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Szenekenner
Registriert seit: 08.04.2009
Ort: Zwischen Dom und Rheinturm
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Komisch, ich hab so gut wie nie Motivationsprobleme, ich denke nie dadran, was ausfallen zu lassen und ich freu mich auch fast immer aufs Training, außer wenns mal richtig mieses Wetter ist, da hab ich dann auch nicht so viel Lust.
@topre: Menschen sind auch verschieden. Ich erzähl mal meine Geschichte ^^
Als ich angefangen habe zu laufen war ich 18 und kam nur mit viel Mühe 6km weit. Ich war nie ein sportliches Kind und mir fehlt sämtliche Grundlage. Ich habe das gemacht, um im Sportunterricht endlich mal ne gute Note zu kriegen. Wir hatten eine Strecke, die 7,5km lang ist. Am Anfang brauchte ich 50min (mit einer Gehpause), dann ging ich jede Woche 2-3 mal laufen, immer 2 mal 5-6km und einmal diese 7,5km. Dabei achtete ich auf keinerlei Pläne, ich war auch in keinem Forum. Ich lief jedes mal mehr oder weniger "allout". Nach 3 Monaten lief ich die 7,5km in 38min, obwohl ich im nachhinein betrachtet jegliches Trainingsprinzip missachtet habe. Mene Sportnote besserte sich um 3 Punkte und ich lief nur noch aus Spaß an der Freud in langsamem Tempo, dafür wurden meine Umfänge ein bisschen mehr, irgendwann war ich bei 4 mal laufen und 40-50km pro Woche. Alles ohne Tempotraining. Als ich dann mal wieder probierte schnell zu laufen, war da nicht mehr viel. 42min brauchte ich nun für die Strecke, schon frustrierend. Danach fing ich an, mich mal schlau zu machen, weil ich ja schon irgendwie schneller werden wollte. Ich lief über Monate weiterhin 4 mal die Woche und machte immer einen Tempolauf, dann im WK, Silvester, noch 10km in 55min, am Limit...im Januar hatte ich dann die erste Verletzung, daraufhin hab ich mit Triathlon angefangen und auch mit wöchentlichen Intervallen zusätzlich zum TDL, und meine Trainingsgeschwindigkeit war dabei verdammt hoch. Im April lief ich noch 54:xx beim Zehner und genau 5 Wochen später lief ich 49:30.
Was ich damit sagen will...ich war etwa 9 Monate auf konstantem Level obwohl ich auch einige MOnate Tempoläufe gemacht habe. Das was bei mir als erstes endlich funktioniert hat, war viel schnelles Training, viel am Limit. Vielleicht ist es auch die grundlage, die durchs radfahren noch dazukam.
Und genau das ist meine Angst, so zu trainieren wie du, ich hätte schon viel zu große Bedenken, dass ich dann am Tag X plötzlich ein Tempo laufen soll, welches ich im Training nie länger durchgezogen habe. Und weil ich weiß, dass ich auf ein solches Training scheinbar nicht gut genug reagiere.
Deswegen trainier ich "hart", was ihr ja für schlecht befindet, aber ich denke, es ist auch typabhängig. Ich komm auch z.b. mit Steffny deswegen gar nicht klar, weil das, was der TDL nennt, ist für mich kein Tempo.
Klar hab ich so immer den NAchteil mit Verletzungen und im WK kommt nicht viel mehr raus als im Training. Dafür hab ich vorher das beruhigende Gefühl, dass ich das Tempo drauf hab. Ich glaub einfach nicht mehr, dass das anders geht. Ich werds aber versuchen und die Tempoläufe nicht mehr ganz am Limit laufen, sondern wirklich mal 20sek. langsamer als das geplante WK-Tempo, dann machen die mir auch mehr Spaß. Vielleicht sollte ich auch doch mal mehr nach Pulsvorgaben gucken...
Mein Freund läuft 21:30 auf 5km ohne Training, er läuft auch einen HM ohne Training, aber er war in seiner Kindheit Leistungsschwimmer und ich vermute, da ist eine andere Grundlage da. ich denke, bei ihm würde es auch völlig reichen, erstmal "mild" zu trainieren. So ist halt jeder anders.
Sorry für diesen mega Text ^^
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