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Das waren wirklich extreme Bedingungen, in solchen Wellen habe ich noch nie "Brandungsschwimmen" gemacht. Einziger Vorteil war der flache See, in dem man sich zum Orientieren hinstellen konnte (zumindest in den Wellentälern). Ich kann eigentlich die 1,9 km in 33 min schwimmen, am Samstag waren es dagegen 42. Auf dem Rad habe ich auf 90 km einen 31er-Schnitt hingekriegt. Heute bin ich von Podersdorf nach Wien gefahren und bei ganz leichtem Wind, der teilweise von hinten kam, habe ich diese 90 km ohne große Anstrengung mit einem 33er Schnitt abgespult. Ich hatte schon Bedenken, dass Jo mich trotz 1,9 km mehr Schwimmen noch auf dem Rad einholen würde, da fehlten ihm nur noch wenige Minuten. Als ich dann schon geduscht war, habe ich ihn (besser: er mich) am Anfang seiner letzten Laufrunde gesehen. Auf die Uhr geguckt und gerechnet, dass er um die 9:30 reinkommen könnte und ihn dann an der Ziellinie erwartet. War echt eine Top-Leistung, mit solchen Traumwetterbedingungen wie dieses Jahr in Roth hätte er verdammt nah an die 9 Stunden rankommen können.
Ich selber war eigentlich nur froh, dass ich von LD auf MD umgemeldet hatte und nach dem schrecklichen Schwimmen und Radfahren zumindest nach 9 Wochen, in denen die einzigen 10 Lauf-km letzten Sonntag in Viernheim waren, einen 1:44er Halbmarathon ohne Knieschmerzen hinlegen konnte.
Am Sonntag nachmittag und auch heute war der See übrigens wieder spiegelglatt, die Sonne schien und es waren sehr angenehme Temperaturen. Ich habe dieses Jahr drei Wochenenden in der Wiener Gegend verbracht und dabei drei Samstage mit genau solchem Katastrophenwetter erlebt. Also Samstags fern halten!
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Die meisten Radwegbeschilderungen wurden von Aliens erschaffen.
Sie wollen erforschen, wie Menschen in absurden Situationen reagieren.
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