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Alt 13.08.2009, 15:55   #1817
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 06.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 38.707
Jepp, dann fang ich mal mitm ersten Teil an.

Die Kurze aufm Zeltlager abzuholen, war wie erwartet ne reine Nervensache.





Auto voll bis unters Dach, Autobahn zu bis Anschlag und ich mittendrin und mit der Intention, pünktlich um Eins bei ihr aufzuschlagen wie ausgemacht.
Man soll die Girls ja nicht warten lassen...





Mein Dad hatte noch den irrwitzigen Vorschlag, bei Kitzingen die um Würzburg rum stets verstopfte A3 zu verlassen und die Stadt auf der vierspurig ausgebauten B8 zu durchqueren.
So weit, so gut, nur dass halt in jeder Richtung eine Spur wegen Bauarbeiten gesperrt war und die Würzburger auch entweder noch nix von ner "grünen Welle" gehört haben oder die für ne Ausgeburt des Bösen mit Nazi-Hintergrund halten.
Von den Regensburgern hat mir auch neulich einer erklärt, dass die eine der modernsten Ampelanlagen der Welt hätten, nur halt kein Aas die programmieren kann.
Der Tiger im Tank nutzt halt nix, wenn ein Esel am Steuer sitzt oder so, und damit zurück auf deutsche Autobahnen.

Die Gasse nach Ulm runter war dann so leer, wie man sich das von der A3 beim besten Willen nicht vorstellen kann.
Glaube, da sind uns auf der gesamten Strecke weniger Autos begegnet, als auf der 3er auf nem Kilometer.





Dementsprechend relaxt war die Fahrt, die bei Donauwörth im Naherholungsgebiet endete, wo wir den Rest unserer Reisegruppe bei Apfelsaft, Eis und Kaffee erwarteten.
Gemeinsam fuhren wir dann zum örtlichen Kanuclub, der nen Camping für Flusswanderer mit Boot und Rad betreibt und nen Parkplatz daneben hat, wo wir die Autos für die Tage aufm Rad stehen lassen konnten.
Nachdem die Kiddies schonmal das Wasser testen konnten, ging der Abend mit nem Rotweinchen zu Ende, während wir uns über die neuen Moskitostiche freuten.




Sonntag früh wurde es dann ernst: packen, umpacken, Dreckklamotten der Kleinen aussortieren, Räder beladen, Probefahrt mit vollem Anhänger, Autos parkieren und dann gings auch schon los.







Ich hatte mich in den Vorjahren schon bisweilen über meine depperte Landkarte geärgert, die weniger auf geographischen denn auf kommerziellen Grundlagen zu basieren scheint.
Will heissen, entlang des Donauradweges wurde Kohle für Werbung von Hotels, Museen und Radläden eingesammelt und sonst nur das Allernötigste in den Plan gedruckt.
Leporello, also Ziehharmonika-Format, wasserfest, der Bach mittendrauf und rechts und links nix mehr ausserm Radweg und "touristische Hinweise".
Eigentlich genügt das, es gibt aber von der Bielefeldern (BVA) ein ziemlich gutes Donauradwander-Kartenwerk mit Spiralheftung, das mit Topo-Karten arbeitet, wo also jeder Feldweg und alles drauf ist.
Das erscheint mir deutlich hilfreicher, wenn man nicht einzig dem Donauradweg mit seiner Beschilderung folgen will, die jedes Kuhkaff neben dem Fluss mitnimmt.
Die Stille im Schotter am Damm undn Picknick in der Wiese oder am See ziehen wir halt mit selbstradelnden Kindern dem Strassenverkehr und den "tollen Rastangeboten" an jeder Ecke dort vor, allerdings lässt uns da halt unsere Karte regelmässig im Stich, weil nur rudimentär zu erahnen ist, wenn der Weg am Fluss nicht durchgeht oder zu nem einspurigen Trampelpfad wird, der kaum befahrbar ist.

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Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
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