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Das war's Teil2
Die Radrunde:
Nach fast 9 min habe ich dann endlich die Wechselzone verlassen.
Das Ziel war ganz klar,um 12.45 Uhr muß Wagnerli wieder am Römer sein!!
Jetzt dürft ihr mich nicht hauen,aber ich hatte keinen Tacho dabei,nur eine Uhr.
Ich wollte mich nicht verrückt machen,wenn ich den Hühnerberg hochkrieche.In Ferropolis hat das auch gut funktioniert.Ich habe auf meine Beine gehört und die Kilometerangabe an der Strecke beachtet.
Kaum hatte ich das Waldstück verlassen Richtung Autobahn,da dachte ich mir,hier ist es flach,da nimmst du das grosse Blatt.
Meine Beine sagte mir ganz schnell,dass sie noch nicht bereit sind.Als ich wieder runter schaltete,fiel mir die Kette runter.
Das Problem war schnell behoben,aber danach traute ich mich nicht mehr auf grosse Blatt zu gehen.
Ich bemühte mich regelkonform zu überholen oder mich überholen zulassen,um ja keine Zeitstrafe zu bekommen.
Als ich über die Friedenbrücke fuhr,standen Dieandy und jubelte,wie wild.
Ich hatte mir einen genauern Essensplan vorbereitet, aber nicht mit diesen Temperaturen gerechnet.
Es stellte sich raus,dass ich viel mehr trinken musste,aber dafür weniger gegessen habe.
Das erste Mal in Bergen-Enkheim angekommen,merkte ich schnell,dass es gut läuft.Ratzfatz war ich in Hochstadt.
Das hatte ich mir anders vorgestellt.Von der Stimmung dort bekam ich nicht viel mit,weil ich so durchgerüttelt wurde.
Am Hühnerberg standen Jörrrch und andere bekannte Nasen.
Zwischenzeitlich habe ich immer wieder durchgerechnet,ob ich auf Kurs bin.
Ich war kurz vor Friedberg,als auf einmal ein Auto auftauchte,
dass die Wettkampfzeit auf den Dach hatte.Ja,und da kamen sie schon Andreas und Eneko.Kurze Zeit später tauchte Chris auf und dann der Rest.Das machte mir schon einbisschen Angst.
Viel erfreulicher war,als Crema am Strassenrand stand.
Damit hatte ich nicht gerechnet.
Als ich endlich in Bad Nauheim ankam,wusste ich jetzt geht es zurück nach Frankfurt.Ich fing wieder anzurechnen und dachte,dass es wirklich eng wird.
Mir blieb aber nicht anderes übrig,als es zu versuchen.
Die Winde meinte es gut mit mir.
Kurz hinter Friedberg kam dann Stefan Werner an mir vorbeigeflogen und ich dachte mir wieder,wenn er jetzt schon kommt,ist der Nopogobiker nicht mehr weit.
Den wollte ich aber frühstens in Vilbel treffen,weil ich es sonst nicht schaffen würde.
In Vilbel angekommen war eine Wand von Menschen.Der Berg wirkte klein und ich war schnell oben.Dort waren wieder Dieandy,Adi und viele mehr und ein Stück später mein Hazel.
Oben am Vilbeler Berg wusste ich,dass ich den Zeitcut schaffe.
Wieder musste ich die Tränen unterdrücken.Dann hörte ich noch Nopogos Stimme und ich war super glücklich.
Um 12.30 Uhr fuhr ich am Römer vorbei,wo meine Mädels auf mich warteten.
Ein grosse Last war von mir gefallen.Die schlimmsten Sachen waren überstanden...Schwimmen super beendet und den Radcut geschafft...was sollte jetzt noch passieren.
Die zweite Runde konnte ich lockerer angehen,aber die Berge merkte ich viel deutlich,als auf der ersten Runde.
Bei meiner zweiten Durchfahrt durch Hochstadt wurde ich wieder kraftig geschüttelt.Hinter Hochstadt wollte ich dann meinen Trinkbecher füllen und merkte,dass hinter meinen Sattel was fehlte.Ich wollte es nicht wahr haben,aber mein Flaschenhalter war weg...damit auch mein Werkzeug.
Jetzt hatte ich nur noch die eine Flasche und ich beschloss in Karben an der Verpflegungsstation anzuhalten,weil ich zwei Isoflaschen aufnehmen musste.Zu Betty sagte ich,dass wir uns jetzt keine Panne erlauben können.
Es gab so viel Eindrücke auf der Radstrecke..ein Mann aus Chiccago,der böse gestürzt war,ein Mädel,deren Schaltung hinten völlig hinüber war,Reifenpannen und Leute,die mit den Temperaturen nicht klar kamen.
In Friedberg hörte ich dann,dass Timo eben gerade ins Ziel läuft und so radelte ich wieder Richtung Frankfurt.
Da ich nicht mehr so viel essen konnte,beschloss ich vor Vilbel noch ein Gel zu nehmen.Dieses Mal waren nicht mehr so viele Leute am Berg und er baute sich vor mir und meinen müden Beinen auf.
Richtung Frankfurt lies ich es dann rollen,um die Beine zu lockern.
Meinen Töchtern hatte ich gesagt,dass ich gegen 16 Uhr da sein will.Um 16.03 Uhr war der nächste Punkt geschafft.
Ich lief ins Wechselzelt und wieder kümmerte sich eine nette Dame um mich.Sie bat mich ,nicht zu schnell loszulaufen,weil schon so viele Kreislaufprobleme hatten.
Ich lies mir zum Abschied noch die klebrigen Hände waschen und ging auf die Laufstrecke.....
PS:Es waren so unglaublich viele Leute an der Radstrecke und machte mir immer Mut,dass ich es schaffen werde....und ich habe es geschafft!!!
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