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Nach 2000 Km in den letzten beiden Wochen in Portugal, wo ich nur 1-2 kleinere Probleme mit Touris in Leihwagen hatte und ansonsten friedlich durch die Lande rollern konnte, waren es heute genau 7 Km bis der erste Angriff auf mein Leben geschah.
Straße mit nicht beschildertem Radweg (daher keine Benutzungspflicht und der ist auch wirklich in erbärmlichem Zustand), rechts parkender LKW und mich überholt ein Pick UP, der mich mit der Ladefläche am Ellenbogen streift.
An der nächsten Ampel hatte ich ihn und fragte ob er wüßte, wieviel Sicherheitsabstand er halten müsse. Die Antwort war eindeutig: "Fahr auf dem Radweg". Meine Frage, wo da einer sei und ob er überhaupt wisse, wann ein Radweg benutztungspflichtig sei und dass er mich selbst bei einem Radweg nicht so überholen dürfte wurde mit „Ist mir doch egal, verzieh Dich von meiner Straße!“ beantwortet.
Nach meinem Satz: "Das einzige Problem ist die Tatsache, dass W***ern wie Dir die Teilnahme am Straßenverkehr überhaupt erlaubt wird" spuckte er mich an.
Da ich keinerlei Vertrauen mehr in die Berliner Justiz hege, habe ich das dann auf dem kurzen Dienstweg geregelt. Wirklich arbeitsfähig wird der Mensch heute jedenfalls nicht mehr sein.
Nach dem Vorfall werde ich mir jetzt aber dann doch Pfefferspray in die Trikottasche packen, es reicht einfach. Wenn einem so deutlich gezeigt wird, was von Radfahrern gehalten wird (und regierungsseitig wird ja auch nix getan außer die Autoindustrie und die Autofahrer zu unterstützen), muss sich keiner wundern, wenn der eine oder andere da nicht mehr mitmachen will.
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„friendlyness in sport has changed into pure business“
Kenneth Gasque
Zum Thema "Preisgestaltung Ironman":
"Schließlich sei Triathlon eine exklusive Passion, bemerkte der deutsche Ironman-Chef Björn Steinmetz vergangenes Jahr in einem Interview. Im Zweifel, so sagte er, müsse man sich eben ein neues Hobby suchen."
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