Zitat:
Zitat von Adept
Ich muss ihm halt in dem Punkt recht geben, ob wir uns nicht über-therapieren und das ganze Leben über-problematisieren. Die Anzahl der Diagnosen sind ja massiv in die Höhe geschossen. Das ist bestimmt multifaktorell, aber auch weil jeder sich mit sich selbst beschäftigt.
Und manchmal ist in der Tat richtig feiern gehen auch ein probater Weg, aus seinem Tief zu kommen. 
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Wegen 1 Tiefs gelangt doch niemand in einen stationären Klinikaufenthalt, dafür gibt es viel zu wenig Plätze. Ich empfehle Dir, mal mit Betroffenen zu sprechen, die unter schweren Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen leiden.
Wie oft habe ich während meiner Berufszeit ambulante Kinder- / Jugendlichentherapieplätze für Kinder u. Jugendliche gesucht, die dann viel zu lange Wartezeiten hatten. Die Psychotherapie-Kassen-Niederlassungen sind doch von der Kasse limitiert und ausgebildete Psychotherapeuten müssen bestehende Praxen übernehmen bzw. kaufen, wenn sie eine Kassenzulassung wollen. Für ambulante Psychotherapie geben die Kassen nur ca. 1,5 % ihres Budget aus. Typische Sündenbock Diskussion....
Ich kann aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen (Psychologischer Psychotherapeut) Anthracis Darstellung nur unterstützen und was Berlin betriftt, wurde in den letzten 30 Jahren im Bereich der gesetzlichen Hilfen zur Erziehung nach dem Jugendhilfegesetz (schliesst therapeutische Hilfen für Kinder / Jugendliche ein ) ca. 50 % gekürzt.