Grundsätzlich ist SiS eher ein Festival mit MTBs ohne Zeitmessung und so Gedöhns. Die Location ist im Erdbeertal, ohne Funknetz und nur einer beschränkten Anzahl von Zeltplätzen. Wie früher beim Festival auf der Lott nur ohne Bandprogramm.
Zum telefonieren musste ein paar Hundert Meter das Tal runter zum Teich/Schwimmbad gehen.
Der Start ist kurz vor Sonnenuntergang mit dem Schwur, sich allseits kollegial zu verhalten, um dem Blitz beim Schei**en zu vermeiden. Auf welchen Rad man fährt ist grundsätzlich egal, aber es gibt eine Tandemwertung.
Die Strecke führt halbwegs erträglich immer weiter bergauf und dann auf einem Singetrail im Zickzack downhill in den Campground und die Start/Zieldurchfahrt. Und an den freundlich lächelnden Sanitätern vorbei.
Es gibt einige, die dort runter schieben und auf dem Tandem muss man vorne viel arbeiten und hinten viel Vertrauen in die Fähigkeiten des Captain haben. Zielschluss ist irgendwann bei Sonnenaufgang.
Ich war das erste Mal mit einem Caba-Freund dort. Alex hat trotz eines Belohnungsschlucks Beaujolais nach jeder Runde permanent rumgezickt und ist einige Teilstücke immer nebenher gelaufen. Das Wetter war auch nicht gut zum Material, also haben wir nach ein paar Runden das Zelt aufgesucht.
Ein paar Jahre später erfolgte seine Rache und ich musste auf seinem Paris-Brest-Paris erprobten Tandem den Stoker machen. Berg runter habe ich einfach das Denken ausgeschaltet und stur gerade aus geschaut. Auch hier nach ich paar Runden Feierabend wegen Ermattung des Fahrers. Vielleicht besser so.