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Zitat von Antracis
Nee, ich bewerte lediglich, was ich für realistisch machbar halte. .....
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Aus einem Interview mit einem Fachspezialisten, Kai Strunz (leitet an der Technischen Universität Berlin das Fachgebiet Energieversorgungsnetze und Integration erneuerbarer Energien):
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taz: Ist Berlins Stromnetz also nicht widerstandsfähig genug?
Strunz: Wenn man den Ausfall in Berlin analysiert, muss man selbstkritisch sagen: Ja, es war nicht widerstandsfähig genug. Das bedeutet aber nicht, dass das Berliner Stromnetz insgesamt von keiner guten Qualität wäre. In Kennzahlen zur Zuverlässigkeit hat das Berliner Stromnetz jahrelang auch im weltweiten Vergleich Spitzenwerte aufgewiesen. Aber es gibt eben auch einige weniger geschützte Anlagen, durch die das Stromnetz leider auch zu einem einfachen Anschlagsziel wurde. Da gibt es eine deutliche Parallele zum Anschlag vom vergangenen September, bei dem auch eine vergleichsweise schwach geschützte und zugleich wichtige Stelle getroffen wurde.
taz: Was wären das für Maßnahmen, um künftig besser gegen Sabotageakte oder Unfälle gewappnet zu sein?
Strunz: Wir unterscheiden zwischen präventiven und reaktiven Maßnahmen. Zunächst wollen wir ja verhindern, dass es überhaupt zu einem Ausfall kommt. Also: Schutz vor Sabotageakten aller Art, inklusive Cyberangriffen, und eben die Schaffung von Redundanzen. Die reaktiven Maßnahmen greifen dann, wenn es trotzdem zu einem Ausfall kommt. In dem Fall kommt es darauf an, das Netz wieder rasch herzustellen. Hier sollten dezentrale Erzeuger und Speicher eine wichtige Rolle spielen. Ein Stichwort sind sogenannte Inselnetze, die bei einem Ausfall auch dezentral Netzspannung bereitstellen. Diese sind technologisch durchaus anspruchsvoll.
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Abschliessend schreibt er: "Eine Garantie für absolute Sicherheit gibt es nicht, es gilt Ausfallwahrscheinlichkeiten zu minimieren."
https://taz.de/Anschlag-auf-Stromnet...rlin/!6142832/