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Zitat von Klugschnacker
Weder der Kommunismus noch der "Antikapitalismus" rufen dazu auf, Stromleitungen durchzuschneiden.
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Doch, solche Anschläge wenden sich sehr wohl gegen das System "Kapitalismus"; im aktuellen Bekennerschreiben steht was von Kampf gegen die "imperiale Lebensweise", was für mich ganz nahe am kommunistischen Kampf gegen den Imperialismus ist.
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Zitat von Klugschnacker
Wir diskutieren hier über ein sehr kapitalistisches Land, das ein anderes Land überfallen und dessen Präsidenten entführt hat. Wir sind aus meiner Sicht näher am Thema, wenn wir über die "häßliche menschenverachtende Fratze" des Kapitalismus sprechen.
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Der Angriff hat nichts mit einer unterstellten (und m.M.n. falsch unterstellten) "häßlichen Fratze des Kapitalismus" zu tun, sondern mit Macht. Die USA tut dies aus reinem Eigeninteresse und weil sie es kann, nicht um den Kapitalismus oder sonst eine Ideologie durchzusetzen. Sieht man auch daran, daß erst mal Maduros Vize weiter regieren kann. Das ist ein großer Unterschied zu den Illusionen im Irak-Krieg, dort die Demokratie voranzubringen. Soll natürlich nicht heißen, daß es eher gerechtfertigt oder richtig ist, nur ehrlicher, wie keko es schrieb.
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Zitat von Klugschnacker
Es geht bei dieser Entführung nicht um eine anzustrebende gesellschaftliche Utopie, sondern um finanzielle Interessen, die mit Gewalt durchgesetzt werden.
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Richtig, da stimme ich zu, finanzielle und politische Interessen. Ich bin auch sicher, daß z.B. die Drogen-Argumentation kaum zu beweisen sein wird, sondern
die über die Jahre immer extremer antiamerikanische Politik von Chavez und Maduro den eigentlichen Grund darstellen, obwohl davor lange Jahre beste Harmonie herrschte. Die USA möchte keinen so verbissenen Feind im Hinterhof haben, wenn sie sich zunehmend um China kümmern müssen. Kuba reicht ihnen schon.