Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Schwarzfahrer, wo ist denn nun Dein konkretes Beispiel für unterdrückte Innovation aufgrund eines gesellschaftlichen Kollektivismus, den der Klimaschutz zu verantworten hat? Du hast Deine Antwort sehr allgemein gehalten.

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Habe ich, weil ich den Kollektivismus allgemein als ein Problem sehe*, das weit über den Klimawandel-Thema hinauswirkt. Konkret sehe ich bei diesem Thema z.B. die einseitig auf die Regenerativen Energien fokussierte Forschung und staatliche Förderung, wo man doch angesichts der noch lange in Benutzung befindlichen fossilen Technologien viele "lower hanging fruits" ernten könnte. Oder daß Entwicklungen wie der Dual Fluid Reaktor nach Ruanda auswandern, weil in Deutschland zu eng gedacht wird, wenn es um eine CO2-freie Zukunft gehen soll. Besonders die moralische Überfrachtung von allem, was mit fosssilen Energieträgern zu tun hat, und moralische Überhöhung von Wind und Sonne als "sicher ausreichende Lösung" verhindert freies, unbeschwertes Denken in Richtungen, die wir aktuell noch gar nicht vorstellen können (zumindest bei Leuten, die sich von ihren Mitmenschen beeindrucken lassen, und das sind viele).
Ähnlich einengend sind viele "woke" Bewegungen, die bestimmte Forschungen oder Aktivitäten von Professoren behindern oder verbieten wollen. Jede Bewegung, die
alle Menschen auf einen gemeinsamen Pfad bringen will, läuft Gefahr, den Effekt von Kreativitäts- und Vielfaltsverlust zu produzieren, und damit Chancen zu vertun.
*natürlich hat Kollektivismus in einem gewissen Rahmen auch positive Aspekte, besonders für die große Mehrheit von Menschen, die Geborgenheit in einer Gemeinschaft suchen, da in einem solchen System weniger Konflikte auftreten und weniger Verantwortung auf dem Einzelnen lastet. Aber bezüglich Entwicklungsmöglichkeiten sehe ich darin einen großen Nachteil.