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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Klimawandel: Und alle schauen zu dabei
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Alt Gestern, 11:52   #16336
TriVet
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Registriert seit: 25.05.2008
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Beiträge: 6.255
nochmal cleanthinking, diesmal noch besser, mit Luisa Neubauer:

Zitat aus fb:

𝗪𝘂𝘀𝘀𝘁𝗲𝘁 𝗶𝗵𝗿 𝗱𝗮𝘀? 𝗟𝘂𝗶𝘀𝗮 𝗡𝗲𝘂𝗯𝗮𝘂𝗲𝗿 𝗵𝗮𝘁 𝗴𝗲𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝗳𝘁, 𝘄𝗼𝘃𝗼𝗻 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁 𝘃𝗶𝗲𝗹𝗲 𝗕𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀𝘁𝗮𝗴𝘀𝗮𝗯𝗴𝗲𝗼𝗿𝗱𝗻𝗲𝘁𝗲 𝗻𝘂𝗿 𝘁𝗿𝗮̈𝘂𝗺𝗲𝗻: 𝗘𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗟𝗲𝗶𝘁𝗮𝗿𝘁𝗶𝗸𝗲𝗹 𝗶𝗺 𝗧𝗛𝗘 𝗘𝗖𝗢𝗡𝗢𝗠𝗜𝗦𝗧! 🔥

Und der hat es in sich. Neubauer analysiert den weltweiten Rückzug aus der Klimapolitik – den sogenannten „Greenlash“ – und zerlegt die gängigen Ausreden von Politik und Wirtschaft mit einer Klarheit, die international Beachtung findet.

Hier die wichtigsten Passagen – direkt übersetzt und mit Kontext, damit klar wird, warum dieser Artikel so viel Wirkung entfaltet.

🌍 𝟭. „𝗗𝗶𝗲 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗻𝗱 𝗺𝘂̈𝗱𝗲“? – 𝗡𝗲𝘂𝗯𝗮𝘂𝗲𝗿 𝘇𝗲𝗶𝗴𝘁: 𝗗𝗮𝘀 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗘𝗿𝘇𝗮̈𝗵𝗹𝘂𝗻𝗴, 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗥𝗲𝗮𝗹𝗶𝘁𝗮̈𝘁
Viele Regierungen behaupten, die Bevölkerung wolle weniger Klimaschutz. Doch Neubauer hält dagegen:
„𝘌𝘪𝘯𝘦 𝘜𝘮𝘧𝘳𝘢𝘨𝘦 𝘢𝘶𝘴 𝘥𝘦𝘮 𝘷𝘦𝘳𝘨𝘢𝘯𝘨𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘑𝘢𝘩𝘳 𝘻𝘦𝘪𝘨𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘯𝘦𝘶𝘯 𝘡𝘦𝘩𝘯𝘵𝘦𝘭 𝘥𝘦𝘳 𝘞𝘦𝘭𝘵𝘣𝘦𝘷𝘰̈𝘭𝘬𝘦𝘳𝘶𝘯𝘨 𝘸𝘰𝘭𝘭𝘦𝘯, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘪𝘩𝘳𝘦 𝘙𝘦𝘨𝘪𝘦𝘳𝘶𝘯𝘨 𝘮𝘦𝘩𝘳 𝘨𝘦𝘨𝘦𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘌𝘳𝘥𝘦𝘳𝘸𝘢̈𝘳𝘮𝘶𝘯𝘨 𝘵𝘶𝘵.“

Und sie kritisiert das politische Wegducken mit einem Satz, der sitzen bleibt:
„𝘗𝘰𝘭𝘪𝘵𝘪𝘬 𝘴𝘰𝘭𝘭𝘵𝘦 𝘰̈𝘧𝘧𝘦𝘯𝘵𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦 𝘔𝘦𝘪𝘯𝘶𝘯𝘨 𝘧𝘰𝘳𝘮𝘦𝘯 – 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘪𝘩𝘳 𝘴𝘬𝘭𝘢𝘷𝘪𝘴𝘤𝘩 𝘩𝘪𝘯𝘵𝘦𝘳𝘩𝘦𝘳𝘭𝘢𝘶𝘧𝘦𝘯.“

Ihre Botschaft:
Es gibt keine Legitimation für den Rückzug der Klimapolitik.
Es gibt nur Mutlosigkeit.

💶 𝟮. „𝗪𝗶𝗿 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗹𝗱“? – 𝗡𝗲𝘂𝗯𝗮𝘂𝗲𝗿 𝗻𝗲𝗻𝗻𝘁 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗔𝗿𝗴𝘂𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝘄𝗶𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗶𝗿𝗿𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹

Einer der zentralen Abschnitte im Artikel handelt davon, wie teuer Untätigkeit ist. Neubauer schreibt:
„𝘌𝘪𝘯𝘦 𝘚𝘵𝘶𝘥𝘪𝘦 𝘴𝘤𝘩𝘢̈𝘵𝘻𝘵 𝘥𝘪𝘦 𝘸𝘦𝘭𝘵𝘸𝘦𝘪𝘵𝘦𝘯 𝘒𝘰𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘵𝘵𝘦𝘳𝘣𝘦𝘥𝘪𝘯𝘨𝘵𝘦𝘳 𝘒𝘭𝘪𝘮𝘢𝘴𝘤𝘩𝘢̈𝘥𝘦𝘯 𝘢𝘶𝘧 143 𝘔𝘪𝘭𝘭𝘪𝘢𝘳𝘥𝘦𝘯 𝘋𝘰𝘭𝘭𝘢𝘳 𝘱𝘳𝘰 𝘑𝘢𝘩𝘳.“

Für Europa ist es noch konkreter:
„𝘌𝘹𝘵𝘳𝘦𝘮𝘦 𝘞𝘦𝘵𝘵𝘦𝘳𝘦𝘳𝘦𝘪𝘨𝘯𝘪𝘴𝘴𝘦 𝘩𝘢𝘣𝘦𝘯 43 𝘔𝘪𝘭𝘭𝘪𝘢𝘳𝘥𝘦𝘯 𝘌𝘶𝘳𝘰 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘪𝘯 𝘪𝘯 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘮 𝘑𝘢𝘩𝘳 𝘨𝘦𝘬𝘰𝘴𝘵𝘦𝘵.“

Dazu ein weiterer Schockfaktor:
„𝘌𝘪𝘯 𝘈𝘳𝘣𝘦𝘪𝘵𝘴𝘱𝘢𝘱𝘪𝘦𝘳 𝘥𝘦𝘴 𝘜𝘚 𝘕𝘢𝘵𝘪𝘰𝘯𝘢𝘭 𝘉𝘶𝘳𝘦𝘢𝘶 𝘰𝘧 𝘌𝘤𝘰𝘯𝘰𝘮𝘪𝘤 𝘙𝘦𝘴𝘦𝘢𝘳𝘤𝘩 𝘻𝘦𝘪𝘨𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 1°𝘊 𝘌𝘳𝘸𝘢̈𝘳𝘮𝘶𝘯𝘨 𝘥𝘢𝘴 𝘨𝘭𝘰𝘣𝘢𝘭𝘦 𝘉𝘐𝘗 𝘭𝘢𝘯𝘨𝘧𝘳𝘪𝘴𝘵𝘪𝘨 𝘶𝘮 20% 𝘳𝘦𝘥𝘶𝘻𝘪𝘦𝘳𝘵.“

Und trotz all dieser Fakten passiert das Absurde:
„𝘚𝘶𝘣𝘷𝘦𝘯𝘵𝘪𝘰𝘯𝘦𝘯 𝘧𝘶̈𝘳 𝘦𝘳𝘯𝘦𝘶𝘦𝘳𝘣𝘢𝘳𝘦 𝘌𝘯𝘦𝘳𝘨𝘪𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦𝘯 𝘢𝘭𝘴 𝘓𝘶𝘹𝘶𝘴 𝘣𝘦𝘵𝘳𝘢𝘤𝘩𝘵𝘦𝘵… 𝘸𝘢̈𝘩𝘳𝘦𝘯𝘥 𝘧𝘰𝘴𝘴𝘪𝘭𝘦 𝘚𝘶𝘣𝘷𝘦𝘯𝘵𝘪𝘰𝘯𝘦𝘯 𝘢𝘭𝘴 𝘳𝘢𝘵𝘪𝘰𝘯𝘢𝘭 𝘶𝘯𝘥 𝘶𝘯𝘷𝘦𝘳𝘻𝘪𝘤𝘩𝘵𝘣𝘢𝘳 𝘨𝘦𝘭𝘵𝘦𝘯.“

Ein Beispiel nennt sie auch:

Großbritannien subventionierte 2023 fossile Energien mit 80 Milliarden Pfund – ein Drittel mehr als für Erneuerbare.

🌐 𝟯. „𝗚𝗲𝗼𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝗸 𝗺𝗮𝗰𝗵𝘁 𝗞𝗹𝗶𝗺𝗮𝘀𝗰𝗵𝘂𝘁𝘇 𝘀𝗰𝗵𝘄𝗶𝗲𝗿𝗶𝗴𝗲𝗿“? – 𝗡𝗲𝘂𝗯𝗮𝘂𝗲𝗿: 𝗚𝗲𝗻𝗮𝘂 𝗱𝗲𝘀𝗵𝗮𝗹𝗯 𝗺𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝘀𝗰𝗵𝗻𝗲𝗹𝗹𝗲𝗿 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻

Viele Politiker rechtfertigen ihren Rückzug mit dem Argument, man könne sich in Zeiten von China-Abhängigkeit, Handelskonflikten und Kriegen keine ambitionierte Klimapolitik leisten.

Neubauer dreht die Logik um:
„𝘒𝘰𝘮𝘱𝘭𝘦𝘹𝘪𝘵𝘢̈𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘞𝘦𝘵𝘵𝘣𝘦𝘸𝘦𝘳𝘣 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘎𝘳𝘶̈𝘯𝘥𝘦, 𝘴𝘤𝘩𝘯𝘦𝘭𝘭𝘦𝘳 𝘻𝘶 𝘩𝘢𝘯𝘥𝘦𝘭𝘯 – 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘭𝘢𝘯𝘨𝘴𝘢𝘮𝘦𝘳.“

Und sie kritisiert die Vorstellung, Klimapolitik sei ein „Bonus“, den man sich nur in ruhigen Zeiten leisten könne:
„𝘋𝘪𝘦𝘴𝘦 𝘏𝘢𝘭𝘵𝘶𝘯𝘨 𝘣𝘦𝘳𝘶𝘩𝘵 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘦𝘳 𝘈𝘯𝘯𝘢𝘩𝘮𝘦, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘒𝘭𝘪𝘮𝘢𝘴𝘤𝘩𝘶𝘵𝘻 𝘦𝘪𝘯 𝘌𝘹𝘵𝘳𝘢 𝘴𝘦𝘪 – 𝘴𝘵𝘢𝘵𝘵 𝘦𝘪𝘯 𝘐𝘮𝘱𝘦𝘳𝘢𝘵𝘪𝘷.“

⚠️ Ihr Fazit ist schon jetzt eines der meistzitierten Klimazitate des Jahres

Neubauer beendet ihren Artikel mit einem Satz, der nicht nur politisch, sondern moralisch schwer wiegt:

„𝘞𝘦𝘯𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘗𝘰𝘭𝘪𝘵𝘪𝘬 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘙𝘶̈𝘤𝘬𝘨𝘳𝘢𝘵 𝘦𝘯𝘵𝘸𝘪𝘤𝘬𝘦𝘭𝘵, 𝘥𝘢𝘯𝘯 𝘮𝘶̈𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘦𝘴 𝘰̈𝘧𝘧𝘦𝘯𝘵𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦 𝘒𝘰𝘮𝘮𝘦𝘯𝘵𝘢𝘵𝘰𝘳𝘦𝘯 𝘵𝘶𝘯 – 𝘶𝘮 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘴.“ („for the sake of, well, everything.“)

Und zur aktuellen politischen Richtung sagt sie unmissverständlich:

„𝘒𝘭𝘪𝘮𝘢𝘱𝘰𝘭𝘪𝘵𝘪𝘬 𝘻𝘶𝘳𝘶̈𝘤𝘬𝘻𝘶𝘥𝘳𝘦𝘩𝘦𝘯 𝘪𝘴𝘵 𝘸𝘪𝘳𝘵𝘴𝘤𝘩𝘢𝘧𝘵𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦𝘳 𝘚𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵𝘮𝘰𝘳𝘥, 𝘥𝘦𝘳 𝘢𝘭𝘴 𝘗𝘳𝘢𝘨𝘮𝘢𝘵𝘪𝘴𝘮𝘶𝘴 𝘨𝘦𝘵𝘢𝘳𝘯𝘵 𝘸𝘪𝘳𝘥.“
(„Rolling back climate policies is economic suicide masquerading as pragmatism.“)

🎯 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝗿 𝗔𝗿𝘁𝗶𝗸𝗲𝗹 𝘀𝗼 𝗯𝗲𝗺𝗲𝗿𝗸𝗲𝗻𝘀𝘄𝗲𝗿𝘁 𝗶𝘀𝘁
The Economist veröffentlicht extrem selten Gastbeiträge von Aktivist*innen.
Neubauer argumentiert nicht moralisch, sondern ökonomisch, datenbasiert und geopolitisch.
Sie vertritt damit eine Position, die viele Ökonomen teilen – aber kaum jemand so klar formuliert.
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Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.
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