Gestern war Trainingspause, da sind Herr und Frau Antracis nämlich nach der Arbeit von Berlin nach Hamburg gefahren zum Weekendkurzerholungschillen.
Abends gabs dann erstmal wenig sportgerechte Ernährung, dafür hatte der italienische Rote aber sicher viele wertvolle Antioxidantien. Verrückte Welt übrigens, wenn ein richtig gutes italienisches Restaurant von einem polnischen Inhaber betrieben wird, der in England ausgebildet wurde und jetzt hier in Deutschland die Pastamaschine auf Hochtouren laufen lässt. Wir blieben lange in dem freundlichen Laden, fachsimpelten mit dem Cheffe lange über das richtige Pastamehl und verließen das Lokal schließlich mit einem Kilobeutel Semola.

Angeblich ergibt das die beste Pasta. Wir werden berichten, können aber das Il Buco in St. Georg auf jeden Fall schon mal empfehlen.
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Damit das hier jetzt nicht endgültig zum Foodblog mutiert, war ich heute Morgen dann aber doch noch laufen. Natürlich Alsterrunde(n) und natürlich als Crescendo gelaufen, was nur eine mäßig gute Idee ist für ein alten, dicken und unfitten Athleten.

Andererseits hab ich hier zu besseren Zeiten doch die eine oder andere Trainingsheldentat gerissen, als meine Frau hier noch wohnte und arbeitete, also locker traben fällt schwer.
Die Sonne versteckte sich noch und die ersten zwei Kilometer trabe ich immer im Schneckentempo, um dem Kadaver die Gelegenheit zu geben, gegen das geplante Training zu protestieren oder sich halt damit abzufinden.
Sah gut aus, also lief ich die erste Runde locker in Joggingpace und pendelte mich bei @5:15 ein. War nicht allzu voll und das ist einfach eine der schönsten Stadtlaufstrecken die ich kenne. Zwischenzeitlich mal bisserl Gestretched und fleissig joggende Influencer im Dialog mit ihrem Selfiestick bewundert.
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Nach einer Runde hab ich dann an einem Brunnen ein bisserl Wasser getankt und locker beschleunigt, das lief dann gut und vom Tempo so um @4:45. Die letzte Runde hab ich dann alle Register gezogen und mich nach einem Coffeingel und mittels 80ies-Playlist von Gloria Gaynor zu ein paar Kilometer @4:30 pushen lassen. Letzter sogar @4:20. Wurden dann insgesamt 23,2km @4:55 und geht als ordentliches Training durch.
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Hatte extra einen Pulsgurt um, der mir aber umsonst den Wanst aufgescheuert hat, weil nicht gekoppelt.
Vielleicht auch besser so.

Wobei der Puls gar nicht so sehr hochgeschossen ist, aber es fehlt einfach die laufspezifische Power in den Beinen. Also weiter die nächsten Wochen Kilometer bolzen, ein paar Kilo runter und dann wird das schon.
Jetzt bisserl Sightseeing, Fischbrötchen essen und heute Abend Regeneration mit den Wiener Philharmonikern in der Elbphi. Morgen dann wahrscheinlich noch eine Abschlussrunde traben.
Mittlerweile ist auch die Sonne draußen.
