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Nicht so schlimm Debatte und Diskurs zu verwechseln? Nicht jeder wurde ueber Hegel unterrichtet?
Was mich megamaessig nervt ist, wenn Ideen ausgehen, und man nicht mehr weiter weis. Anschliessend stellen "Debattierende" Fragen, die sie selbst nicht beantworten koennen. Hilft man weiter wird man der Erkenntnisse beraubt, aus der Synthese, nachdem man pro und contra muehsam gegenueber gestellt hatte.
Von daher ja, man sollte nicht mehr "frei" sprechen, und Erkenntnisse fuer sich behalten. Ist beinahe egal, ob das hierzulande strategisches Consulting, oeffentlicher Diskurs, KI oder auch die eigene Familie betrifft. Denn es ist ja so wie der Vorredner geschrieben hat. Erst schiessen, dann die Fragen stellen? Erst Recht haben, dann nicht weiter wissen? Btw. fuehrt das dazu, dass erst ein Schaden entstanden sein musste bis die Erkenntnis daemmerte? Machiavelli schrieb nicht umsonst von menschlichen und zugleich maximal bestialischen "Fuersten" (Il Principe), die entweder mit Geld oder Gewalt regieren. Hier verbale Gewalt, die als gewaltfreie Kommunikation ihr Selbstverstaendnis definiert? Die Alternative ist zu schweigen, im Sinne von Wittgenstein, und somit von der Demokratie ausgeschlossen zu sein wie einst Jaspers? Um das abzukuerzen: es zaehlt allein der Erfolg, also auch die Machtdynamik, kaum noch die Statik der Macbt, und damit schliesst sich der Kreis, da ja die Machtausdehnung als die Praemisse kommunikativen Handelns impliziert ist? A priorischer Konsens ist also nur zumeist a posteriori moeglich, das nervt mich. Remises,1:1 - Unentschieden, Patt oder auch Debatten sind deswegen kaum noch moeglich, finde ich. Si enim fallor sum. ;-)
Wer nicht fuer mich ist ist gegen mich (Jesus). Deswegen ja, besser Auge um Auge und Zahn um Zahn. So kann man sich bereits im Vorfeld auf Unentschieden einigen und Argumente vortragen ohne Diskussion.
"Fussball darf man spielen. Es macht ja Spass." Julian Nagelsmann am letzten Wochenende.
Es bleiben (die) Freunde.
Geändert von Trimichi (11.06.2025 um 13:45 Uhr).
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