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Endlich, nachdem die Saison schon gestartet, hat es die DTU die Überarbeitung geschafft hier die Übersicht.
Allgemeines Fazit
Die neuen Regeln sind besser als vorher, bringen aber neue Einschränkungen für etablierte Systeme.
Besonders sinnvoll: Die Messung ab dem tiefsten Punkt der Armauflagen anstelle fester Rahmenpunkte.
Frontbereich – Regeln & Kritik
Neue Definition der Messzone (Front)
Referenzpunkt: Hinterstes, tiefstes Ende der Armauflagen.
Von dort gelten folgende Begrenzungen:
max. 25 cm Richtung Sattel
max. 20 cm Höhe
max. 2 cm über der höchsten Stelle des Vorderrads
Standardmessgröße: 750 ml Flasche (25 cm)
Ziel: Ausschluss von „Double Bottle“-Lösungen und zu voluminösen Boxen.
Kritikpunkte
Die 2 cm-Regel über dem Vorderrad macht u.a. folgende Systeme illegal:
Scott Plasma 5
Giant Trinity / Liv Avow (XS-Frames)
Vorschlag: Reduktion auf 1 cm, um mehr Systeme zu ermöglichen.
Heckbereich – Regeln & Probleme
30x30 cm Box-Regel
Alle Aufbauten hinter dem Sattel müssen in eine imaginäre 30x30 cm-Box passen.
Für integrierte Systeme mit mehr als 30x30 cm gilt eine Ausnahme:
Max. 2 Liter Volumen
Darf nicht über die senkrechte Linie durch die Hinterradachse hinausgehen
Keine zusätzliche Flasche hinter dem Sattel erlaubt
Kritikpunkte & Auswirkungen:
Plasma 6, Trek SC, Quintana Roo und Aftermarket-Lösungen (z. B. 4frames.de) sind bei größeren Fahrern nicht mehr regelkonform, da bei über 1,90 m der Flaschenhalter zu hoch wandert.
Regel benachteiligt große Athleten, da sich Sattel und Trinklösung mit der Körpergröße nach oben verschieben.
Lenkerbereich – neue Einschränkungen
Regeln für Aufbauten zwischen den Extensions (z. B. BTA-Flaschen)
Keine Körperteile dürfen auf Flaschen/Halterungen/etc. ruhen.
Arme dürfen nicht überdeckt werden.
Gesamtvolumen vorne: max. 2 Liter.
Praxisproble
Bei engen Armauflagen-Setups blockiert eine nach unten hängende BTA-Flasche die Armschalen – nicht erlaubt.
Kritische Bewertung
Die Intention hinter den neuen Regeln ist nachvollziehbar (Fairness, Aerodynamik, Sicherheit).
Die Umsetzung wirkt in manchen Punkten überreguliert oder nicht praxistauglich.
Besonders das Höhenlimit bei hinteren Aufbauten ist überflüssig.
Vorschlag: „30 cm ab Sitzrohr, max. 2 l, Flaschen exkludieren – fertig.
Insgesamt ist der neue DTU-Vorschlag deutlich besser als der erste Entwurf und weitgehend praxistauglich. Die Umsetzung erscheint realistisch – mit Ausnahme der bereits oben beschriebenen Systeme. Zudem hatte ich vergessen zu erwähnen, dass auch das Ku-Cycle Bento Box System mit einer Höhe von 10 cm betroffen ist.
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Ja, und wegen mir wurden alle Räume mit Alarmtelefonen ausgestattet.
Homer Simpson
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