Zitat:
Zitat von merz
|
Nein, der Artikel ist nicht (mehr?) "frei" - hab ihn trotzdem gelesen.
Daraus dies:
"Die Studienlage ist insgesamt dünn. Es gibt knapp zehn Jahre alte Erhebungen mit 2000 und 3000 Freizeit-Triathleten: Von denen betrieben zwölf beziehungsweise 13 Prozent in den zwölf Monaten vor einem Wettkampf „Leistungsdoping“, also vorrangig mit Mitteln, die auf der Verbotsliste der Wada stehen. Bei einer BR-Befragung im vergangenen Jahr von 800 Triathleten des Langdistanzrennens in Roth hatten elf Prozent zuvor verschreibungspflichtige Medikamente oder Produkte vom Schwarzmarkt genommen. Das waren immerhin elf Prozent mehr, als Renndirektor Felix Walchshöfer vermutet hatte …"
Hier der dort verlinkte Artikel vom BR:
https://www.br.de/nachrichten/sport/...ortler,UJSyzSY
"Die BR-Recherche zeigt: Doping ist im Amateursport keine Seltenheit. Um zu belegen, wie viele Hobbysportler so ihre Leistung optimieren, kooperieren wir mit der Universitätsmedizin Mainz. Dopingexperte Professor Pavel Dietz erstellt für uns einen Fragebogen, der anonymisiert abfragt, ob Sportler in den letzten zwölf Monaten leistungssteigernde Substanzen genommen haben.
Diesen Fragebogen verteilen wir beim Challenge Roth, einem der größten Triathlon-Events der Welt. Im Gespräch vor Ort ist Renndirektor Felix Walchshöfer optimistisch: "Also ich wäre tatsächlich überrascht, wenn da herauskommen würde, dass unsere Altersklassenathleten illegale Substanzen nehmen."
Erschreckende Zahlen beim Kult-Triathlon Challenge Roth
Während des Challenge Roth füllen knapp 800 Amateursportler den Fragebogen aus. Mehr als genug, um ein statistisch valides Ergebnis zu berechnen. In Mainz wertet Professor Dietz das Ergebnis aus. Elf Prozent der Amateure haben angegeben, dass sie in den letzten zwölf Monaten gedopt haben. Das sind hochgerechnet rund 500 Athleten und damit 500 mehr als Renndirektor Walchshöfer erwartet hat."
Die Befragungen von Pavel Dietz haben wir hier schon höchst ausführlich diskutiert und als völlig unseriös entlarvt, da es darin keine auch nur annähernd sinnvolle Definition von Doping gibt - man hätte sich streng genommen auch für eine Aspirin [ich ergänze: knapp 1 Jahr vor dem Wettkampf] als Doper outen können oder müssen.
Die früheren Umfragen, auf die die Süddeutsche verweist, dürften ebenfalls seine gewesen sein (hab ich jetzt nicht nochmal geprüft).