gemeinsam zwiften | youtube | forum heute
2026: Mehr Dampf
Triathlon Coaching
Individueller Trainingsplan vom persönlichen Coach
Wissenschaftliches Training
Doppeltes Radtraining: Straße und Rolle mit separaten Programmen
Persönlich: Regelmäßige Video-Termine
Mehr erfahren: Jetzt unverbindlichen Video-Talk buchen!
triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Bis zum Nordkap
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 18.03.2025, 10:02   #251
Nepumuk
Szenekenner
 
Benutzerbild von Nepumuk
 
Registriert seit: 30.12.2009
Ort: 64560 Riedstadt
Beiträge: 3.552
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Ich lese interessiert mit, aber so richtig verstanden habe ich dieses Rennen oder diese Fernfahrt noch nicht. Der Hauptpunkt, der mir nicht klar ist: Handelt es sich um ein Rennen?

Auf der Website des Veranstalters steht, es sei kein Rennen. Trotzdem wird es von den beiden Protagonisten wie ein Rennen behandelt, angefangen von Aerobottles bis hin zu massiver Schlafrestriktion. Mir scheint, es ist nur offiziell kein Rennen, aber die Teilnehmenden wollen so schnell wie möglich sein. Ist das so?
Offiziel handelt es sich nicht um ein Rennen, leider.

Im unsopperted Ultracycling gibt es eine Reihe von teils ungeschriebenen Regeln. Im wesentlichen sind das:
- Keinerlei Unterstützung durch Außenstehende
- Nur öffentliche Infrastruktur darf genutzt werden (z.B. Restaurants, Hotel, Supermärkte, Fahrradläden etc.)
- Keine Zusammenarbeit mit anderen Fahrer, auch keine Hilfe bei Pannen. Nur bei Gefahr für Leib und Leben eines Teilnehmer ist Hilfe natürlich Pflicht.
- Nicht zusammen fahren, auch nicht nebeneinander. Keine gemeinsame Routenplanung, keine Hotelzimmer teilen, etc.

Es obliegt nun dem jeweiligen Veranstalter, wie streng er diese Regeln auslegt. Am strengsten sind dabei die Veranstalter von "Lost Dot", die auch das TransContinental Rennen organsieren. Die Veranstalter des NC4k stehen auf der anderen, "weicheren" Seite und setzen manche Regeln sogar offiziell außer Kraft (z.B. ist es erlaubt, zusammen zu fahren). Das finde ich eigentlich nicht so gut, ich hätte lieber ein richtiges Rennen mit strengeren Regeln.

Mein persönliches Ziel ist es, die Strecke so schnell wie möglich, nach möglichst sauberen Regeln zu fahren. Manche der strengen Regeln halte ich aber selber für daneben. Natürlich werde ich einem Mitstreiter bei einer Panne helfen, wenn es nicht verboten ist. Wenn möglich werde ich mir auch ein Hotelzimmer teilen oder jemand aus dem Supermarkt was mitbringen, wenn das gerade passt.
Der Gedanke dahinter ist eben, dass sich niemand einen Vorteil im Rennen erschleichen kann, indem er Helfer als Teilnehmer im Rennen versteckt. Das hat schon seine Berechtigung; die absurden Szene aus dem Profi-Radsport will hier wirklich keiner sehen.


Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Falls es wie ein Rennen bestritten wird, wäre die erste taktische Frage für mich, ob Windschattenfahren erlaubt ist. Von dieser Frage würden dann Maßnahmen zum Training und zum Equipment abhängen, nach dem Motto: Wie schaffe ich es, einem leicht stärkeren Fahrer wie eine Briefmarke am Arsch zu kleben? Oder miteinander zu kooperieren?
Nach den Vorgaben des Veranstalters wäre das möglich, ich finde das aber nicht gut. Das widerspracht meiner Meinung nach dem Gedanken des Sports, die Stecke "unsupported" zu fahren. Ich stelle mir eine Kooperation mit einem Fremden über viele Stunden und Tage sehr schwierig vor. Man müsste gleichzeitig Pinkeln, Einkaufen, Essen, Schlafen etc. ansonsten ist es mit dem Zusammenfahren gleich vorbei. Ob man das so adhoc hin bekommt.

Ganz anders wird das übrigens beim "Unknown Race" an Ostern sein. Da fahren die Liebste und ich offiziell als "Pair". Wir werden also als Einheit gesehen, dürfen zusammenarbeiten, müssen aber eben auch als Paar ins Ziel kommen. Das hält dann wieder andere Herausforderung parat. Ich werde berichten.
Nepumuk ist offline