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Alt 24.02.2025, 23:17   #2183
Schwarzfahrer
Szenekenner
 
Benutzerbild von Schwarzfahrer
 
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Rhein-Neckar-Dreieck
Beiträge: 7.779
Zitat:
Zitat von sabine-g Beitrag anzeigen
Die kollektive Unzufriedenheit in den östlichen Bundesländern finde ich rätselhaft.
Zitat:
Zitat von LidlRacer Beitrag anzeigen
...Unterschiede es in der Mediennutzung zwischen Ost- und Westdeutschland ...

Ostdeutschland:
Es gibt Hinweise darauf, dass soziale Medien wie Telegram, X oder alternative Nachrichtenportale (z. B. "Compact" oder "Tichys Einblick") in Ostdeutschland stärker genutzt werden, insbesondere in Kreisen mit Politikverdrossenheit. Dies hängt mit einem höheren Misstrauen gegenüber etablierten Medien zusammen, das in Studien wie dem Deutschland-Monitor 2023 dokumentiert wurde (19 % der Ostdeutschen fühlen sich abgehängt, im Vergleich zu 8 % im Westen).
...
Westdeutschland: Hier sind Mainstream-Plattformen wie Facebook, Instagram oder traditionelle Nachrichten-Websites (z. B. Spiegel Online) dominanter, während alternative Medien weniger Zuspruch finden."

Da diese "alternativen Medien" großteils hetzerische und ausländerfeindliche Themen aus rechtsextremen und/oder russlandfreundlichen (und damit deutschlandfeindlichen) Quellen puschen, ist das sicherlich zumindest ein Teil der Erklärung.
Als selber mit "Ost-Sozialisierung" kann ich zum Teil zustimmen: Leute mit Diktatur-Erfahrung sind zum Teil mißtrauischer bzw. empfindlicher gegenüber dem Staat und besonders gegenüber bevormundenden Tendenzen des Staates, wie sie in den letzten Jahren zu erfahren waren. Auch sind sie geübter und interessierter, sich Informationen aus vielfältigen Quellen, auch abseits des "Mainstreams" zu besorgen, um sich ein besseres Bild zu verschaffen.

Ich halte die höhere Unzufriedenheit für ein Ergebnis dieser Informationsoffenheit, weil man sich weniger von einseitiger Information "beruhigen" läßt, sondern sich ein eigenes Bild macht, und auch im Mainstream nicht behandelte Themen wahrnimmt, sowie andere Bewertungen dazu liest. Die These, daß die "hetzerischen" alternativen Medien die Leute unzufrieden machen, wie auch daß diese "großteils" russlandfreundlich und rechtsextrem seinen, halte ich für diffamierende Propaganda; ich kenne wenige alternative Medien, die hetzerischer wären als z.B. der hier von manchen hochgelobte Volksverpetzer, oder manipulativer als SPON. Aber das liegt natürlich im Auge des Betrachters. Es ist allerdings deprimierend, daß zu vielen großen Problemthemen (Migration, Ukraine-Krieg, Energiewende, ...) die "Mainstream-Medien" kaum noch eine emotionslose breite Meinungspalette bieten (wie es noch in den 80-ern und 90-ern normal war), sondern immer mehr wie eine einheitliche Staatspresse wirken, oder gleich polemisch wirken.
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