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Letztlich ist ja die Debatte, eine Prüfung einzuführen, um eine nachlassende Fahrtauglichkeit im Alter rechtzeitig zu erkennen.
Das es dieses Phänomen überhaupt gibt, daran besteht aus meiner Sicht kein Zweifel. Das die Fähigkeiten im Alter individuell unterschiedlich nachlassen, ist genauso richtig. Das spricht aber ja gerade für eine Prüfung und keine starre Grenze wie z.B. ab 80 kein Autofahren mehr.
Natürlich ist es nicht einfach, Grenzen zu ziehen und natürlich ist z.B. eine Prüfung alle 5 und selbst alle 2 Jahre keine sichere oder "gerechte " Lösung , aber ist gar keine Prüfung deshalb automatisch die besser Alternative ?
Natürlich gibt es auch gewichtigere Faktoren für die Sicherheit im Strassenverkehr, das ist aber doch kein Argument gegen eine Maßnahme oder ?
Für mich ist das ein bisschen eine Scheindebatte, weil aus meiner Sicht ein durchaus bedeutsamer Anteil älterer Menschen eine solche Prüfung nicht bestehen würde mit der Folge schlechterer Lebensqualität und mehr oder minder gravierender Mobilitätsprobleme. Dann sollte man aber klar sagen, dass man dafür erhöhte Risiken in Kauf nimmt, zu denen auch Schwerverletzte und Tote gehören. Und nicht immer die Zahlen künstlich kleinreden oder bagatellisieren oder auf andere Kriegsschauplätze verweisen oder die Prüfungen kritisieren.
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