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Alt 22.12.2024, 15:22   #37
Antracis
Szenekenner
 
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Registriert seit: 12.07.2012
Ort: Berlin
Beiträge: 2.718
Zitat:
Zitat von Helios Beitrag anzeigen

Der höchst gefühlskalte und hochkriminelle Verbrecher wird sich vermutlich, weil er ja ein Spezialist der menschlichen Abgründe ist, vermutlich Ohrenstopfen und Musik gegeben haben.

Geisitg verwirrt oder unzurechnungsfähig ist "Soeiner" auf alle Fälle nicht.

man kann sich natürlich auch der Realität verweigern - das ist am Einfachsten.
Deine wüsten Spekulationen auf Grundlage von zu wenig Information und mit aus fachlicher Sicht nicht nachvollziehbaren Schlüssen sind echt schwer erträglich, vor allem in dem Kontext des Unglückes.

Ansonsten sind Sicherheitskonzepte halt immer Kompromisse und es gibt keine 100% Sicherheit. Das es bessere Lösungen gegeben haben mag, heisst nicht immer, dass jemand fahrlässig gehandelt hat und belangt werden sollte. Und hinterher ist man immer schlauer.

Hätte der Täter mit seinem SUV so eine Holzbude über den Haufen gefahren und wäre so ins Gelände gekommen, meist gibt es ja da viele Stellen, wo das möglich wäre, würden jetzt wahrscheinlich alle Schlaumeier darüber philosophieren, das Holzbuden sowieso überholt sind und es einen Stahlrahmen braucht.

Ich finde da Zurückhaltung angebracht. Letztlich ist erstmal primär der Täter der Schuldige und selbst da gibt es aus meiner Sicht Hinweise, dass eine eingeschränkte oder sogar nicht vorhandene Schuldfähigkeit vorliegen könnte.

Aber jetzt sollte man erstmal vor allem um die Opfer trauern und dann gerne auch überlegen, was man verbessern kann und auch, ob gegen irgendwelche Vorgaben verstossen wurde oder anderweitig fahrlässig.

Ich bin dann auch nicht unbefangen, weil ich in meinem beruflichen Alltag regelmässig Gefährdungsbeurteilungen treffen muss. Die vorhandene Gesetzesgrundlage ist natürlich ein Kompromiss und Ergebnis einer Abwägung zwischen Gefahren und Freiheitsrechten. Das ein Restrisiko bleibt, liegt in der Natur der Sache. Wenn dann real trotzdem etwas passiert, obwohl man nach bestem Wissen und Gewissen ein Urteil gefällt hat, ist es zwar schön, wenn das am Ende ein Gericht feststellt. Die vielen Jahre, bis so eine Untersuchung und ein Prozess dann mal beim Urteil angekommen ist, sind aber nicht gerade komfortabel.

Nun muss man Jobs mit solcher Verantwortung nicht machen. Insofern muss auch niemand das Sicherheitskonzept eines Weihnachtsmarktes verantworten. Das ich dennoch erstmal mein persönliches Urteil nicht schon alleine aufgrund des Ergebnisses und wenigen Infos aus der Presse ( weil es so passiert ist, muss jemand schuld sein) fälle, liegt vermutlich auch daran. Ich finde es aber auch fair. Wenn man so sieht, wie das typische Journalistische Vorgehen in so einem Fall ist, scheint es aber vor allem eine breite Nachfrage nach zu hängenden Tätern zu gehen und erstmal nur sekundär ein Interesse am faktischen Vorgang.

Und ich hab die nicht wirklich sympathische Erfahrung gemacht, dass vor allem diejenigen Menschen schnell im (Ver)urteilen sind, deren primäre Stärke das Kritisieren und nicht das Erarbeiten und Treffen von Entscheidungen ist.

Meine Gedanken sind jetzt vor allem bei den Angehörigen. Alles ist schlimm, vor allem aber das mit dem toten Kleinkind. Tragisch.

Geändert von Antracis (22.12.2024 um 15:27 Uhr).
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